BERBION - Die Stadt der Zukunft: Eine bedarfsangepasste ZERO-WASTE-Bioraffinerie

Maximierung der energetischen Nutzung in der Stadt anfallender Biomasse unter Verwendung innovativer Logistikkonzepte


Laufzeit: 01.04.2009 bis 30.06.2014

Auftraggeber/Finanzierung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bearbeitung: Heike Flämig (Leitung), Nico Herz, Jutta Wolff, Anton Worobei


Hauptziel des Projektes BERBION ist die Maximierung der energetischen Nutzung in der Stadt anfallender Biomasse. Hierbei soll ein ganzheitlicher Ansatz entwickelt werden, welcher alle wesentlichen kommunalen Bioressourcen, die verschiedenen zur Energiegewinnung einsetzbarer Biokonversionsmethoden, den Bedarf an unterschiedlichen Energieträgern sowie die stoffliche Verwertung der bei der Biokonversion anfallenden Reststoffe berücksichtigt. In diesem Sinne soll die Stadt für die in ihr generierten organischen festen und flüssigen Abfälle als "ZERO-WASTE-Bioraffinerie" betrachtet werden. Im Verbundvorhaben soll erstmals die gesamte Breite an kommunal anfallenden, bislang nicht oder nur unzureichend zur Energieerzeugung genutzten Biomassefraktionen betrachtet werden (Bioabfälle aus Haushalten und Gärten, von öffentlichen Flächen, von Industrie und Gewerbe, Restabfälle, Abwässer und Klärschlämme).

Das Vorhaben weist drei wesentliche wissenschaftlich-technische Arbeitsziele auf, welche mit Hilfe von 8 Arbeitspaketen (AP1-AP8) realisiert werden sollen.

  • Ziel 1 umfasst die Entwicklung von Energie- und Rohstoffgewinnungskonzepten, welche von der Erfassung kommunaler Bioressourcen über deren Behandlung bis hin zum Einsatz der Bioenergie und der Rohstoffe reichen (AP 1-5).
  • Ziel 2 umfasst die Bewertung der alternativen Konzepte zur kommunalen Bioenergiegewinnung (AP 3).
  • Ziel 3 zielt auf die Entwicklung von Konzepten zur Integration der geeigneten Variante(n) in eine bestehende städtische Struktur ab. Es sollen logistische Aspekte behandelt und technische Lösungen für neuartige Sammelsysteme vorgeschlagen und bezüglich ihrer Umsetzbarkeit beurteilt werden (AP 6-7). In AP 8 soll dann die Zusammenführung der Ergebnisse in einem Praxiskonzept für feste und flüssige Abfälle für den Hamburger Bezirk Bergedorf erfolgen.

Das Institut "Verkehrsplanung und Logistik" der TUHH verantwortet den Bereich AP 7. Die erarbeiteten Varianten zur Bioressourcenerfassung stellen unterschiedliche Anforderungen an die logistische Abwicklung. Dies schließt den Transport zu dezentral bzw. zentral angelegten Aufschluss- und Biokonversionsanlagen sowie verschiedene Transportmöglichkeiten ein. In AP 7 sollen verschiedene Transport- und Verkehrskonzepte (z.B. Rohrleitungssysteme vs. Sammelcontainer/ -tanks; intermodale Transportketten) entwickelt werden. Die Untersuchung umfasst technische und organisatorische Realisierungsmöglichkeiten. Zudem erfolgt eine Abschätzung der Stadtverträglichkeit und Nutzerfreundlichkeit der entwickelten logistischen Varianten.

Kontakt:

Prof. Dr.-Ing. Heike Flämig

Professur für Transportketten und Logistik

Telefon: +49 40 42878 - 3907 | Fax: +49 40 42731 - 4198
E-Mail: flaemig@tuhh.de

Technische Universität Hamburg, Institut für Verkehrsplanung und Logistik W8
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