Erreichbarkeit von Zentren in peripheren Regionen

Erreichbarkeiten im SPNV, flexible Bedienformen auf dem Land sowie die nahräumliche Grundversorgung bilden die Untersuchungsschwerpunkt in diesen Projekt. Dabei geht es insbesondere um die Verknüpfung peripherer Gebiete mit zentralen Ort. Das öffentliche Verkehrsangebot ist auf die stetige Bevölkerungsabnahme und -alterung abzustimmen.


Laufzeit: 01.12.2015 bis 31.01.2017

Auftraggeber/Finanzierung: Landkreis Lüchow-Dannenberg

Bearbeitung: Carsten Gertz (Leitung), Marcus Peter


Periphere Regionen sehen sich mehr und mehr mit der Fragestellung konfrontiert, wie die Qualität im öffentlichen Verkehrsangebot bei einer abnehmenden und alternden Bevölkerung erhalten werden kann. Dabei gilt es insbesondere die Anbindung an Einrichtungen der Grunddaseinsvorsorge sicherzustellen. Zu diesen Einrichtungen gehören Schulen, Kindergärten, Ärzte und Krankenhäuser aber auch öffentliche Bäder und Sportanlagen. Da sich diese Einrichtungen zumeist in zentralen Orten konzentrieren ist es notwendig, öffentliche Verkehrsangebote bereitzustellen, die die Erreichbarkeit dieser Orte aus der Fläche ermöglichen. Überdies wird die stetige Konzentration von Daseinsvorsorgeeinrichtungen durch die Landesplanung auch zukünftig weiter vorangetrieben. Der Landkreis Lüchow-Dannenberg ist vergleichsweise sehr dünn besiedelt und mit seinen knapp 49.000 Einwohnern der einwohnerschwächste Landkreis Deutschlands. Kreisstadt ist das etwa 9.500 Einwohner zählende Mittelzentrum Lüchow. Westlich angrenzend befindet sich der Landkreis Lüneburg mit etwa 178.000 Einwohnern. Kreisstadt und gleichzeitig eines von neun Oberzentren in Niedersachsen ist Lüneburg (72.500 EW). Aufgrund der herausragenden Stellung im hierarchischen System der Raumordnung, werden in Lüneburg zentrale Daseinsfunktionen bereitgestellt, deren Bedeutung über die Kreisgrenzen hinausreicht. Über die Kursbuchstrecke 112 (Wendlandbahn) von Dannenberg (8.200 EW) nach Lüneburg, wird der Landkreis Lüchow-Dannenberg mit einer Fahrtzeit von 67 Minuten an das Oberzentrum angebunden. Fünf tägliche Abfahrten in jede Richtung bilden einen Drei-Stunden-Takt.

Veröffentlichungen:

  • Gertz, Carsten; Peter, Marcus (2017):
    Erreichbarkeit von Zentren in peripheren Regionen
    Metropolregion Hamburg (Hrsg.); Institut für Verkehrsplanung und Logistik, TUHH(2017): Erreichbarkeit von Zentren in peripheren Regionen, Hamburg. zum Bericht (pdf-Datei) 7,3 MB

Kontakt:

Prof. Dr.-Ing. Carsten Gertz

Professur Verkehrsplanung

Telefon: +49 40 42878 - 3518 | Fax: +49 40 42731 - 4198
E-Mail: gertz@tuhh.de

Technische Universität Hamburg, Institut für Verkehrsplanung und Logistik W8
Am Schwarzenberg-Campus 3, D-21073 Hamburg | Gebäude E, Raum 1.086