Behörde für Umwelt und Energie (BUE), Freie und Hansestadt Hamburg (FHH):
Machbarkeitsstudie zu Behandlung und Rückhalt von belastetem Niederschlagswasser

Die Behörde für Umwelt und Energie der FHH gliedert sich in die Ämter Umweltschutz, Immissionsschutz und Betriebe, Naturschutz, Grünplanung und Energie und Zentrale Aufgaben und Recht. Die Behörde nimmt die ministeriellen Aufgaben des Bundeslandes Hamburg im Bereich Umweltschutz- und Naturschutz, Gewässerschutz und Energieversorgung wahr. Das Projekt ist in der Abteilung Abwasserwirtschaft angesiedelt.

PROJEKTBESCHREIBUNG
Ausgangssituation

Durch belastetes Niederschlagswasser werden signifikante Mengen an Schad- und Schmutzstoffen (z.B. Schwermetalle und PAK) in die Gewässer eingetragen und diese darüber hinaus hydraulisch belastet. Eine der Hauptquellen der Schadstoffe sind stark befahrene Straßen. Diese negativen Auswirkungen auf die Gewässer bewirken insbesondere in urbanen Räumen, dass die Ziele der europäischen Wasserrahmenrichtlinie zur Verbesserung der Gewässerqualität nicht erreicht werden können. Um die Ziele zu erreichen und die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten, ist deshalb der Bau und Betrieb von Regenwasserbehandlungsanlagen notwendig.

Problemstellung
Es gibt eine große Bandbreite an möglichen Lösungen zur Regenwasserbehandlung, die aber gleichzeitig im urbanen Kontext oft sehr eingeschränkt werden, z.B. durch Flächenverfügbarkeit, Höhenverhältnisse und Kosten für Bau und Betrieb. Deshalb werden Machbarkeitsstudien durchgeführt, um die Machbarkeit und die Vor- und Nachteile verschiedener Varianten in konkreten Fällen und Randbedingungen zu prüfen. Diese Studien dienen als Entscheidungsgrundlage zur späteren Realisierung von Anlagen.

Projektziel(e)
In dem Projekt soll beispielhaft eine Machbarkeitsstudie anhand eines vorhandenen Musters durchgeführt werden. Dabei geht es neben den Ergebnissen der Studie auch um die Evaluierung des Musters sowie die Sammlung von Erfahrungen und das Einbringen von neuen Ideen in die Bearbeitung.

Aufgabenbereiche
Die Studierenden bekommen einen Bereich mit Regenwassereinzugsgebieten zur Bearbeitung zugewiesen und vorhandene Daten zur Verfügung gestellt. Die Studie besteht vor allem aus den folgenden Arbeitsschritten:

  • Zustandsbeschreibung: Beschreibung des gegenwärtigen Zustands des betroffenen Gewässers und der Umgebung, u.a. Bauwerke, Einleitungen, Flächennutzung und vorhandene Planungen, inklusive einer Gewässerbegehung und deren Dokumentation.
  • Ermittlung der Belastung: Beurteilung der hydraulischen und stofflichen Belastung des betroffenen Gewässers nach geltenden Regelwerken und anhand vorhandener Daten.
  • Variantendiskussion: Diskussion und Beurteilung der Machbarkeit verschiedener Varianten zur Reduzierung der stofflichen und ggf. hydraulischen Belastung des betroffenen Gewässers. Die Varianten werden nach technischen Aspekten, möglicher Flächenverfügbarkeit und Kosten verglichen.

Kenntnisse über ArcGis sind für die Bearbeitung hilfreich.

Zielgruppe
Die Aufgabe eignet sich insbesondere für Studierende aus den folgenden Bereichen:

  • Umwelttechnik
  • Bauingenieurwesen
  • Wasser- und Umweltingenieurwesen
  • Verfahrenstechnik
  • Wirtschaftsingenieurwesen / Betriebswirtschaft
  • Informatikingenieurwesen

Termine
Bitte halten Sie sich folgende Termine frei:

  • 11. April: Infoveranstaltung, 10:00 bis 12:00 Uhr, Gebäude A; LuK
  • 18. April: Kick-Off-Veranstaltung, ca. 14:00 bis 18:00 Uhr (verpflichtend)
  • 21. und 28. April: Projektmanagement-Workshop, jeweils ganztags (verpflichtend)