Informationen zu Juniorprofessuren

Ziel von Juniorprofessuren ist es, Nachwuchswissenschaftler:innen zu ermöglichen sich für W2- und W3-Professuren zu qualifizieren. Hierbei wird Ihnen ermöglicht, selbstständig zu Lehren und zu Forschen. An der TU Hamburg werden Juniorprofessor:inne auf diesem Weg von qualifizierten professoralen Mentoren unterstützt.

Juniorprofessor:innen werden zunächst für drei Jahren zur Beamten auf Zeit ernannt. Nach einer erfolgreichen Zwischenevaluation erfolgt eine Ernennung für weitere drei Jahre. Ist die Zwischenevaluation nicht erfolgreich, kann die Juniorprofessur um ein Jahr verlängert werden.Bei Juniorprofessuren mit Tenure Track wird im sechsten Jahr eine Tenure-Evaluation durchgeführt. Ist diese erfolgreich, erfolgt eine Ernennung zum W2- oder W3-Professor. Kriterien und das Verfahren für die Zwischen- und Tenure Evaluation sind in der Richtlinie zur Evaluierung von Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren (einschl. Tenure Track) an der TUHH beschrieben.

Juniorprofessuren richten sich ausdrücklich an Nachwuchswissenschaftler:innen und sind mit Assistant Professorships um angloamerikanischen Universitätssystem vergleichbar. Demnach können nur Bewerber:innen berücksichtigt werden, die sich noch in einer frühen Karrierephase befinden. Im Regelfall soll eine Ernennung zum Juniorprofessur relativ unmittelbar an den Abschluss der Promotion erfolgen. Erfahre Wissenschaftler:innen kommen für diese Positionen nicht in Frage.

Einstellungsvoraussetzungen für Juniorprofessor:innen

Die Einstellungsvoraussetzungen für Juniorprofessor:innen werden in § 18 des Hamburgischen Hochschulgesetztes festgelegt. Hiernach gelten - neben den allgemeinen beamtenrechtlichen Voraussetzungen - die folgenden Kriterien:

 

1. Ein abgeschlossenes Hochschulstudium (z. B. Master, Staatsexamen etc.).

Voraussetzung für eine Bewerbung auf eine Professur ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium. Ein Hochschulstudium ist abgeschlossen, wenn eine erfolgreiche Abschlussprüfung gemäß §59 HmbHG nachgewiesen werden kann. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn ein Diplomstudiengang oder ein Masterstudiengang erfolgreich abgeschlossen wurde.

2. Eine pädagogische Eignung für die Lehre an der Hochschule.

Die pädagogische Eignung wird von dem Berufungsausschuss auf der Grundlage des Probevortrags beurteilt. Zudem können auch Evaluationsergebnisse aus vergangenen Lehrveranstaltungen und hochschuldidaktische Weiterbildungen bei der Beurteilung berücksichtigt werden.

3.  Eine besondere Befähigung zur wissenschaftlichen Arbeit, die in der Regel durch eine herausragende Qualität der Promotion nachzuweisen ist. 

Eine herausragende Promotion liegt vor, wenn die Promotion mit „summa cum laude“ oder einer vergleichbaren Note bewertet wurde.

4. Sofern vor oder nach der Promotion eine Beschäftigung als wissenschaftlicher Mitarbeiterin oder wissenschaftlicher Mitarbeiter erfolgt ist, sollen Promotions- und Beschäftigungszeiten zusammen nicht mehr als sechs Jahre betragen.

Die Vorbeschäftigungszeiten werden bis zum Ablauf der Bewerbungsfrist gezählt. Zeiten für die Kindererziehung oder für die Pflege von Angehörigen werden nicht auf die 6-Jahresfrist angerechnet. Behinderungsbedingte Überschreitungen bleiben außer Betracht. Sowohl Zeiten in denen ein Promotions- oder Postdoc-Stipendium bezogen wurden als auch Promotions- und Beschäftigungszeiten im Ausland sind hingegen voll anzurechnen.Von dieser Regelung sind Ausnahmen möglich, wenn in einem Fachgebiet längere Promotionszeiten erforderlich sind.