Zentrum für Lehre und Lernen (ZLL)

Das BMBF-geförderte Zentrum für Lehre und Lernen (ZLL) ist das hochschul- und fachdidaktische Zentrum der TUHH und ein entscheidendes Werkzeug zur Umsetzung der lehrbezogenen Ziele der TUHH. Das ZLL unterstützt im Bewilligungszeitraum der Bundesförderung (2011-2016) die TUHH in allen Bereichen der Konzeption und Umsetzung einer zeitgemäßen, kompetenzorientierten Lehre. Die ZLL-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter bringen in ihre Arbeit sowohl ingenieurwissenschaftliche als auch hochschul- und fachdidaktische Qualifikationen ein und stellen ihre Expertise vor allem für drei Handlungsfelder zur Verfügung:

  • für die didaktisch angemessene Gestaltung von Lehrveranstaltungen
  • für die Berücksichtigung didaktischer Aspekte in der Curriculumentwicklung
  • für die Organisationsentwicklung im Bereich Lehre

Besonderes Merkmal des ZLL ist dabei seine wissenschaftsbasierte Arbeitsweise. So ist dem ZLL eine eigene Abteilung für Fachdidaktik der Ingenieurwissenschaften angeschlossen, die gezielt Verständnisschwierigkeiten ingenieurwissenschaftlicher Studierender analysiert und didaktische Lösungen zu ihrer Überwindung vorschlägt. Die Fortsetzung der Aktivitäten des ZLL nach Auslaufen der Bundesförderung wird durch Einwerbung weiterer Fördermittel sowie durch die Einbindung in die vorhandenen organisatorischen Strukturen der TUHH angestrebt.

Inkubator für neue Lehrmethoden – Lernen als aktiver Prozess

Ausgangspunkt der Arbeit des ZLL ist die Erkenntnis, dass Lernen als aktiver Prozess gestaltet sein muss. Aktive Phasen werden in den Lehrveranstaltungen von Beginn an eingeplant und bewusst angeordnet. Dies ist auch in Großveranstaltungen mit mehreren hundert Studierenden möglich, die an der TUHH in den Grundlagenfächern üblich sind. Das ZLL unterstützt hier den Einsatz von Methoden wie Peer-Instruction (zur Aktivierung in den Präsenzphasen), „Just-in-Time-Teaching“ (für strukturiertes Selbststudium) und semesterbegleitende Basisgruppen (für kooperatives Lernen) sowie den Einsatz von Hilfsmitteln wie den „Clickern“ (funkbasierte Rückmeldegeräte). In kleineren Veranstaltungen sind problem- und projektbasierter Unterricht (PBL) Arbeitsschwerpunkte des ZLL. Unabhängig von der Veranstaltungsgröße hilft das ZLL bei der Integration mediengestützter Lehr- und Lernformen, die studentische Eigenaktivität befördern.

Kompetenzorientierung

Didaktik betrifft nicht nur den unmittelbaren Unterricht, sondern auch die Gestaltung von Lehr- bzw. Studienplänen. Das ZLL ist darum auch in die Prozesse der Curriculumsentwicklung an der TUHH eingebunden und berät und qualifiziert hierzu die Fachvertreterinnen und Fachvertreter in den Studiendekanaten. Dies geschieht über die Innovation von Lehrveranstaltungen; Ziel ist es, bis zum Jahr 2016 mindestens 100 Lehrveranstaltungen neu zu konzipieren. Leitend ist dabei zunächst die Idee, ein kompetenzorientiertes Prüfungssystem über den Studienplan zu legen. Endpunkt der TUHH-Studienpläne soll stets eine kompetenzorientierte Prüfung sein, mit der Studierende die Befähigung zu einer Tätigkeit in den Ingenieurwissenschaften nachweisen. Der gezielte Weg dorthin erfordert didaktisch durchdachte Lehr- und Studienpläne, in denen die Inhalte schlüssig in Modulen zusammengefasst bzw. in eine sinnvolle Abfolge gebracht sind und ebenfalls kompetenzorientiert geprüft werden.

Didaktik für die Ingenieurwissenschaften

Von anderen hochschuldidaktischen Zentren in Deutschland unterscheidet sich das ZLL durch seine besondere Fachnähe. Dies drückt sich in der Forschungsarbeit der Abteilung für Fachdidaktik in den Ingenieurwissenschaften, aber auch in der Arbeit der sog. Lehrkoordinatoren des ZLL aus, die i.d.R. selbst MINT-Hintergründe (MINT=Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) haben und eine Schnittstelle zwischen dem ZLL und den Studiendekanaten bilden. Darüber hinaus hat das ZLL spezielle Lernorte wie das Learning Center als Ort des betreuten Lernens, eine Studierendenwerkstatt und einen multifunktionalen Medienraum eingerichtet bzw. ausgestattet, mit denen die speziellen Anforderungen an die Lehre technischer Fächer erfüllt werden können.

Maßnahmen zur Senkung der Abbrecherquote