Wissenschaftlicher Nachwuchs und Technologietransfer

Nachwuchsförderung – Forschertalente für Deutschland

Die Ausbildung des Wissenschaftlichen Nachwuchses ist eine zentrale Aufgabe zur Sicherstellung der Zukunftsfähigkeit des Innovationsstandorts Deutschland. Die TUHH bildet den ingenieurwissenschaftlichen Nachwuchs durch die Qualifizierung in strukturierten Promotionsprogrammen wie DFG-Graduiertenkollegs, durch die „klassische“ Promotion sowie auf Ebene der Juniorprofessuren aus. Mit der Gründung der Graduiertenakademie für Technologie und Innovation im Jahr 2013 schafft die TUHH eine Einrichtung in der alle diese Programme zur gezielten und individuellen Förderung ihrer Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler unter einem Dach gebündelt werden.

Übergeordnetes Ziel ist es, das außerordentlich hohe Qualitätsniveau der TUHH-Promovenden dauerhaft sicherzustellen und dabei die Quote „Promotionen pro Professor“, die in den letzten Jahren von 0,8 auf 1,1 gestiegen ist, bis 2018 auf diesem hohen Level zu stabilisieren und auf 1,2 auszubauen.

Graduiertenakademie für Technologie und Innovation – Strukturierte Programme für die Forscher von morgen

In Ergänzung zur fachlichen und technischen Ausbildung der jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und in Erweiterung bestehender Angebote wird die Graduiertenakademie für Technologie und Innovation ein Angebot (Workshops, Trainings, Summer Schools, Fremdsprachen, Projektmanagement, Teamentwicklung und Führung) bereithalten, das den wissenschaftlichen Nachwuchs der TUHH bei der Entwicklung und Stärkung wissenschafts- und berufsrelevanter Schlüsselkompetenzen (technisch und nicht-technisch) sowie bei der individuellen strategischen Karriereplanung unterstützt. Das Angebot der Graduiertenakademie richtet sich sowohl an Individualpromovierende und Postdocs der TUHH als auch an diejenigen Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die sich im Rahmen koordinierter Programme qualifizieren. Erklärtes Ziel ist es dabei, optimale Bedingungen zu schaffen, in denen sich die Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler der TUHH zu Persönlichkeiten entwickeln, die ihre Karriere auch jenseits fachlicher und nationaler Grenzen selbstbestimmt und zukunftsweisend gestalten können.

Exzellenzkolleg – Ein neues Kooperationsmodell von Universität und Unternehmen

Als Teil der Graduiertenakademie ist das Exzellenzkolleg ein in Deutschland neu- und einzigartiges Konzept, das im Schulterschluss von Universität und Unternehmen die Etablierung von Nachwuchsgruppen bestehend aus jeweils einem Juniorprofessor und Doktoranden fördert. Die Kosten für das sechsjährige Programm teilen sich dabei beide Partner je zur Hälfte. Die Themen der Nachwuchsforschergruppen im Exzellenzkolleg orientieren sich einerseits an den strategischen Planungen der TUHH und andererseits an den wissenschaftlichen Fragestellungen der Unternehmenspartner und sollen langfristig die Kompetenzfelder nachhaltig stärken. Für die Nachwuchs-wissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler ergeben sich flexible Karriereoptionen, die entweder zu einer unbefristeten Professur an der TUHH führen (tenure track) oder in eine berufliche Laufbahn im Partnerunternehmen. Bis zum Jahr 2014 ist die Einrichtung von fünf Juniorprofessuren geplant, von denen zwei im tenure track ausgeschrieben werden sollen. Vier weitere Juniorprofessorgruppen sollen ab dem Jahr 2015 eingerichtet werden, die sich mit wichtigen Zukunftsthemen rund um die Kompetenzfelder der TUHH beschäftigen.

Technologietransfer – Von der Forschung bis zur Gründung von Unternehmen

Dem Technologietransfer wird an der TUHH große Bedeutung beigemessen. Bereits seit 1992 – und damit zukunftsweisend auch für andere deutsche Hochschulen – wird der Technologietransfer durch die eigens als Tochtergesellschaft gegründete TuTech Innovation GmbH professionell betreut. Etwa 80 Prozent aller TUHH-Professorinnen und -Professoren führen regelmäßig über die TuTech Transferprojekte durch. In etwa 60 Prozent der Fälle vereinbaren die TUHH und ihre Partner aus der Wirtschaft Folgeprojekte und bauen so dauerhafte Transferbeziehungen auf. Die Einbeziehung der TuTech Innovation GmbH in den Wissens- und Technologietransfer sowie in die Sicherung von geistigem Eigentum durch Patente ist für eine erfolgreiche Vernetzung von unternehmerischem und wissenschaftlichem Potenzial unabdingbar und soll weiter ausgebaut werden.

Dabei soll sich der Ausbau nicht nur auf die quantitative Erhöhung von Transferbeziehungen, sondern insbesondere auf den Einbezug weiterer Sparten des Wissens- und Technologietransfers beziehen, die die Kompetenzfelder der TUHH stärken. Eine zunehmend wichtige Rolle beim Technologietransfer wird die Ausgründung von Unternehmen sein. Zusammen mit der TuTech Innovation, die auf diesem Gebiet bereits eine langjährige Expertise hat, sieht die TUHH die Förderung von Unternehmensgründungen als ein von ihr dauerhaft zu verfolgendes Ziel an.

Seit Mitte 2013 ist die TUHH eine von zwölf Gründeruniversitäten die im Rahmen des EXIST-Programms des Bundeswirtschaftsministeriums gefördert werden. Die Vision ist es, die TUHH als einen (H)Ort für das „Gründen in Hightech“ zu profilieren und eine ausgeprägte Gründungskultur zu etablieren. Um dieses Ziel zu erreichen, kommen durch ein um Entrepreneurship ergänztes Curriculum zukünftig alle Studierenden in wiederholten Kontakt mit dem Thema Existenzgründung und Unternehmertum. Etwa 40 Gründerteams sollen in den kommenden Jahren in verschiedenen Entwicklungsphasen betreut werden. Ziel ist es, innerhalb von fünf Jahren die Anzahl der Gründungen auf 20 pro Jahr zu verdoppeln.

Lehre