Bündelung der Aktivitäten im Zentrum für Forschung und Innovation

Die TUHH hat im Rahmen eines Strategieprozesses ihre Forschungsstruktur weiterentwickelt, um die vorhandenen Forschungskompetenzen der Forschungsschwerpunkte (FSP) und der Institute in den abgeleiteten Kompetenzfeldern noch stärker zu fokussieren. Gleichzeitig ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ein zentrales Anliegen, auch mit dem Ziel, die Kompetenzfelder weiter zu stärken. Die gesamte Forschungsexpertise der TUHH wurde hierzu im Zentrum für Forschung und Innovation (ZFI) gebündelt.

Fokussierung - Die Kompetenzfelder der TUHH

Die Bündelung der Forschungsaktivitäten in den drei Kompetenzfeldern Green Technologies, Life Science Technologies und Aviation & Maritime Systems ist eine logische Weiterführung der schon mit den Forschungsschwerpunkten eingeleiteten Profilbildung der TUHH. Sie verfolgt das Ziel, die TUHH im nationalen und internationalen Wettbewerb sichtbarer zu machen und ihre Kompetenz bei der Lösung globaler Herausforderungen darzustellen. In ihren Kompetenzfeldern verfügt die TUHH über eine herausgehobene Expertise und klare Alleinstellungsmerkmale, die es erlauben, in gesellschaftlich relevanten Forschungsfeldern Technologieführerschaft anzustreben.

Das Kompetenzfeld Green Technologies umfasst dabei die Forschungsbereiche Regenerative Energien, Systeme - Speicher - Netze sowie Wasser und Umwelttechnik. Unter dem Begriff Life Science Technologies werden die Bereiche Medizintechnik, Biomaterialien sowie Bio- und Chemische Prozesstechnik gebündelt. Das Kompetenzfeld Aviation & Martime Systems wiederum widmet sich den Themen Luftfahrttechnik, Logistik und Mobilität sowie Maritime Systeme und Strukturen mit starkem Bezug zur Hamburger Wirtschaft. Zur langfristigen Stärkung des Kompetenzfeldes Green Technologies hat die Universitätsleitung beschlossen, ab dem Jahr 2015 ein neues Institut mit der Widmung "Energiesysteme" aufzubauen. Im Kompetenzfeld Life Sciences wurde in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) das Zentrum für Medizintechnik gegründet und mit einer gemeinsamen Professur ausgestattet. Strategische Maßnahmen zur Stärkung des Kompetenzfelds Aviation & Maritime Systems sind der geplante Ausbau der Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie die Überführung des Fraunhofer-Centers für Maritime Logistik und Dienstleistungen in ein entsprechendes Fraunhofer-Institut. In den Studiendekanaten wurde darüber hinaus ein Strategieprozess in Gang gesetzt mit Ziel, die zukünftige Besetzung frei werdender Professorinnen- und Professorenstellen mit den Entwicklungspotenzialen der Kompetenzfelder abzustimmen. So wurden beispielsweise im Studiendekanat Elektrotechnik, Informatik und Mathematik zwei Professuren umgewidmet, um eine bessere Verzahnung mit den Kompetenzfeldern zu erreichen.

Das Kompetenzfeld Green Technologies umfasst dabei die Forschungsbereiche Regenerative Energien, Systeme - Speicher - Netze sowie Wasser und Umwelttechnik. Unter dem Begriff Life Science Technologies werden die Bereiche Medizintechnik, Biomaterialien sowie Bio- und Chemische Prozesstechnik gebündelt. Das Kompetenzfeld Aviation & Martime Systems wiederum widmet sich den Themen Luftfahrttechnik, Logistik und Mobilität sowie Maritime Systeme und Strukturen mit starkem Bezug zur Hamburger Wirtschaft. Zur langfristigen Stärkung des Kompetenzfeldes Green Technologies hat die Universitätsleitung beschlossen, ab dem Jahr 2015 ein neues Institut mit der Widmung "Energiesysteme" aufzubauen. Im Kompetenzfeld Life Sciences wurde in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) das Zentrum für Medizintechnik gegründet und mit einer gemeinsamen Professur ausgestattet. Strategische Maßnahmen zur Stärkung des Kompetenzfelds Aviation & Maritime Systems sind der geplante Ausbau der Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie die Überführung des Fraunhofer-Centers für Maritime Logistik und Dienstleistungen in ein entsprechendes Fraunhofer-Institut. In den Studiendekanaten wurde darüber hinaus ein Strategieprozess in Gang gesetzt mit Ziel, die zukünftige Besetzung frei werdender Professorinnen- und Professorenstellen mit den Entwicklungspotenzialen der Kompetenzfelder abzustimmen. So wurden beispielsweise im Studiendekanat Elektrotechnik, Informatik und Mathematik zwei Professuren umgewidmet, um eine bessere Verzahnung mit den Kompetenzfeldern zu erreichen.

 

Die Kompetenzfelder ergänzen die in den Instituten und Forschungsschwerpunkten laufenden Arbeiten und lassen auch den Querschnittstechnologien, die keinem Kompetenzfeld direkt zugeordnet sind, genügend Raum zur weiteren Entwicklung. Von den Kompetenzfelder werden perspektivisch alle Bereiche an der TUHH profitieren, da sie der Universität ein klares Profil geben und die Auswirkung signifikant erhöhen.

Forschungsschwerpunkte - Interdisziplinäre Forschung an der TUHH

Die Basis der Forschungskompetenz an der TUHH liegt in den Instituten und den in einem Strategieprozess institutsübergreifend entwickelten und flexiblen Forschungsschwerpunkten (FSP). Diese FSP sind in einer matrixähnlichen Struktur organisiert und werden jeweils von 10 - 15 Professorinnen und Professoren getragen. Die FSP verständigen sich auf Ziele, die innerhalb der Projektlaufzeit von vier Jahren zu erreichen sind. Jeder FSP berichtet dem Akademischen Senat regelmäßig überdie erreichten Ergebnisse.


Zur Zeit existieren an der TUHH die folgenden neun FSP:

  • Integrierte Biotechnologie und Prozesstechnik
  • Regeneration, Implantate und Medizintechnik
  • Selbstorganisierende mobile Sensor- und Datenfunknetze
  • Bauwerke im und am Wasser
  • Maritime Systeme
  • Klimaschonende Energie- und Umwelttechnik
  • Luftfahrttechnik
  • Produktorientierte Werkstoffentwicklung
  • Logistik und Mobilität für eine zukunftsfähige Wertschöpfung

Erfolgreiche Forschungsschwerpunkte bilden die Basis für eine gute Position im Wettbewerb mit anderen Universitäten und für interdisziplinäre Forschungsverbünde und Sonderforschungsbereiche (SFB).

Der Erfolg der FSP wird durch externe Begutachtung nach DFG-Kriterien im vierjährigen Turnus evaluiert. Die nächste Evaluationsrunde ist für Ende 2014 geplant. Ein wichtiges Kriterium bei der Bewertung wird es sein, welchen Beitrag die FSP bei der Stärkung der Kompetenzfelder bzw. Querschnittstechnologien leisten können und wie erfolgreich sie bei der Initiierung hochkarätiger Forschungsverbünde sind.

Forschungsförderung - Drittmittel zur Sicherstellung einer exzellenten Forschung

Die Forschungsförderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die Bundesministerien oder die Europäische Union ist für eine forschungsaktive Universität eine wichtige Finanzierungsquelle und Erfolge sind zugleich Ausweis der Attraktivität und Güte der Forschung der TUHH und ihrer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Forschungsförderung durch die DFG kommt dabei eine besondere Stellung zu, da die DFG die Grundlagenforschung akzentuiert und Erfolge das Renommee einer Universität wesentlich mitbestimmen. Mit dem 2012 von der DFG bewilligten Sonderforschungsbereich (SFB) "Maßgeschneiderte Multiskalige Materialsysteme, M3" wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht und die Leistungsfähigkeit der FSP-Strategie unter Beweis gestellt. Ein weiterer SFB zum Thema "Maritime Systeme" ist in Vorbereitung und soll bis 2015 realisiert werden. Drei laufende DFG Schwerpunktprogramme zu verfahrenstechnischen Forschungsthemen belegen die Leistungsfähigkeit der TUHH ebenso wie zwei laufende Graduiertenkollegs. Mittel- und langfristiges Ziel ist es, dass die TUHH dauerhaft durch mindestens zwei SFB und zwei Graduiertenkollegs sowie durch mindestens ein durch die TUHH koordiniertes EU-Verbundprojekt im Programm Horizon 2020 in der wissenschaftlichen Community vertreten ist.

Industrieforschung - Die TUHH als attraktiver Partner von Wirtschaft und Industrie.

Die Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Industrie im Bereich der anwendungsbezogenen Forschung ist für die TUHH von besonderer Bedeutung. Beispielhaft hierfür ist die Kooperation im Bereich der Luftfahrtforschung im Technologiezentrum Hamburg-Finkenwerder mit AIRBUS. Mit dem Laser Zentrum Nord (LZN) stellt die TUHH ihr Forschungs- und Entwicklungs-Know-how auf dem Gebiet der Lasertechnologie für gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur Verfügung. Neue Wege beschreitet die TUHH auch über das einzigartige im Exzellenzkolleg etablierte Kooperationsmodell "Wirtschaft und Wissenschaft als Team" (siehe unten). Idee ist es, dass Wirtschaft und Universität zu gleichen Teilen in kluge Köpfe investieren mit dem Ziel, aus Ideen schneller Innovationen zu generieren. Auch in der Industrieforschung gilt, dass sich die TUHH in denjenigen Bereichen profilieren möchte, die sich mit den wissenschaftlich-technischen Innovationen zur Lösung der globalen gesellschaftlichen Herausforderungen, wie Verknappung der natürlichen Ressourcen, Energiewende, Klimawandel, wachsende und alternde Bevölkerung sowie Gesundheit und Mobilität befassen. Dabei muss auch die Industrieforschung den strengen Gesichtspunkten einer ethisch vertretbaren Forschung gerecht werden.

Strategische Forschungspartnerschaften - Bündelung regionaler Kompetenzen

Die TUHH ist in ihren Forschungsgebieten sowohl grundlagen- als auch anwendungsbezogen aktiv und arbeitet eng mit den Hochschulen in Hamburg, den Unternehmen der Metropolregion und außeruniversitären Forschungseinrichtungen zusammen. Beispielhaft hierfür ist die Zusammenarbeit mit dem Helmholtz-Zentrum Geesthacht für Material- und Küstenforschung, mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), der Fraunhofer-Gesellschaft oder dem Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY). Mit diesen Partnern gibt es teils seit vielen Jahren strategische Kooperationen und es ist das Ziel der TUHH, die Zusammenarbeit den Möglichkeiten entsprechend zu intensivieren und in der Öffentlichkeit sichtbarer zu machen.

Der Zusammenarbeit mit der Universität Hamburg und dem UKE kommt mit Blick auf das Kompetenzfeld Life Science Technologies eine besondere Bedeutung zu. Zur Vertiefung der Kooperation in Forschung und Lehre im Bereich Medizintechnik ist eine von den drei Partnern getragene "Brückenprofessur" zum Thema "Experimentelle Bildgebung" mit Sitz an TUHH und UKE eingerichtet worden. Darüber hinaus hat die TUHH im Zuge ihrer strategischen Planung ein Institut für "Medizintechnische Systeme" neu gewidmet. Um den Bereich Medizintechnik und die Zusammenarbeit mit dem UKE zu profilieren, ist im Frühjahr 2013 das Zentrum für Medizintechnik gegründet worden. Mit der Bündelung medizinischer und ingenieurwissenschaftlicher Kompetenz soll zugleich der Wissenschaftsstandort Hamburg gestärkt werden. Um den Aufbau exzellenter gemeinsamer Forschungsvorhaben zwischen TUHH und UKE weiterhin zu fördern, schreibt das 2013 von beiden Partnern gegründete Forschungszentrum Medizintechnik Hamburg (fmthh) erstmals eine Förderlinie zur Anschubfinanzierung neuer Forschungsprojekte aus, die ein jährliches Gesamtvolumen von 250.000 Euro hat.

Zusammen mit der Fraunhofer-Gesellschaft hat die TUHH das Fraunhofer-Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen (CML) eingerichtet. Es führt professionelle Auftragsforschung für private und öffentliche Auftraggeber aus der maritimen Wirtschaft, u.a. für Häfen, Terminalbetreiber, Reedereien und Logistik-Dienstleister, durch. Dabei werden innovative und kundenorientierte Problemlösungen für die maritime Supply Chain konzipiert, entwickelt und realisiert. Das CML, das 2010 gegründet worden ist, ist gegenwärtig eine Einrichtung des Fraunhofer Instituts für Materialfluss und Logistik, IML, in Dortmund. Die Ausgründung als eigenständiges Fraunhoferinstitut mit Sitz in Harburg wird angestrebt. Die bestehenden Kooperationen mit Einrichtungen der Helmholtz-Gesellschaft bieten große Potenziale zur Weiterentwicklung. Mit dem Helmholtz-Zentrum in Geesthacht gibt es bereits eine Reihe gemeinsamer Berufungen im Bereich der Material-wissenschaften. Diese Forschungskooperationen gilt es zu intensivieren und sichtbarer zu machen.Der Luftfahrt kommt sowohl für die TUHH als auch für die Freie und Hansestadt Hamburg eine wichtige strategische Bedeutung zu. Das Institut für Lufttransportsysteme (ILT) der TUHH arbeitet eng mit der Einrichtung Lufttransportsysteme des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zusammen, welche 2007 in Hamburg gegründet wurde. Die gemeinsamen Forschungsarbeiten reichen vom Entwurf und Optimierung von Teilsystemen wie z.B. von zukünftigen Flugzeugkonfigurationen und Flughafenkonzepten bis hin zur Simulation und Bewertung ganzer Lufttransportsysteme im Hinblick auf die Nachhaltigkeitskriterien der Ökonomie und Ökologie. Die Vertiefung der Zusammenarbeit mit dem DLR wird daher von der TUHH angestrebt.

Wissenschaftlicher Nachwuchs und Technologietransfer