Satzung der Studienbereiche

der Technischen Universität Hamburg-Harburg

Vom 29. November 2006

Änderungen:

§ 1 geändert 31. Oktober 2007

I. Allgemeines

§ 1 Geltungsbereich der Satzung

Diese Satzung gilt für folgende Studienbereiche der TUHH:
– Bauwesen,
– Elektrotechnik und Informationstechnik,
– Maschinenbau,
– Verfahrenstechnik,
– Management-Wissenschaften und Technologie.

Sie gilt ferner für den gemäß § 2 Abs. 3 der zwischen der Universität Hamburg und der TUHH geschlossenen Vereinbarung vom 18.05.1993 eingerichteten Studienbereich für die
– Gewerblich-technischen Wissenschaften,
sofern nicht die Vereinbarung und die Verordnung über die Erste Staatsprüfung für Lehrämter an Hamburger Schulen vom 18.05.1982 in der jeweils geltenden Fassung beziehungsweise die Prüfungsordnung für die Lehrämter der Universität Hamburg etwas anderes bestimmen.

§ 2 Stellung der Studienbereiche in der TUHH

Die TUHH gliedert sich gem. § 13 Grundordnung der TUHH unterhalb der zentralen Ebene in Institute, Arbeitsgruppen, Studienbereiche sowie Forschungsschwerpunkte. Über ihre Einrichtung entscheidet der Akademische Senat auf der Grundlage des Struktur- und Entwicklungsplanes.

II. Aufgaben der Studienbereiche

§ 3 Aufgabe der Studienbereiche

(1) Aufgabe der Studienbereiche ist es, das Lehrangebot so zu gestalten, dass die Absolventen der TUHH zu wissenschaftlicher und berufsfeldbezogener Arbeit sowie zu verantwortlichem Handeln befähigt werden.

(2) Den Studienbereichen obliegt die Ausbildung in allen Studiengängen der TUHH, deren Prüfungen auf der Grundlage von Prüfungsordnungen abgenommen werden. Unbeschadet der Zuständigkeiten des Akademischen Senates bereiten die Studienbereiche jeweils für ihren Bereich die Studien- und Prüfungsordnungen vor. Der Studienbereich Gewerblich-Technische Wissenschaften ist auf der Grundlage staatlicher Prüfungsordnungen zuständig für die gewerblich- und technischwissenschaftliche Ausbildung der Gewerbe- und Techniklehrer.

(3) Zu den Aufgaben der Studienbereiche gehören im Einzelnen:

(4) Die Leiter der Studienbereiche beraten die Angelegenheiten des Studienbereichs mit dem jeweils für ihre Belange gebildeten Studienbereichsausschuss des Akademischen Senates.

§ 4 Rahmenbedingungen der Aufgabenerfüllung

Zur Erfüllung dieser Aufgaben entscheiden die jeweiligen Studienbereiche entsprechend den Erfordernissen von Prüfungs-, Studienordnungen und Studienplänen in Abstimmung mit den anderen Studienbereichen über den Einsatz der Lehrkapazität und über gemeinsame Fragen von Forschung und Lehre.

III. Organisationsstruktur der Studienbereiche

§ 5 Zugehörigkeit zu einem Studienbereich

(1) Mitglieder eines Studienbereiches sind alle Angehörigen der TUHH, die als Studenten in einem dem Studienbereich zugeordneten Studiengang immatrikuliert sind sowie alle Stelleninhaber und Lehrbeauftragten, deren Fachgebiet in der Lehre oder deren Aufgaben diesem Studienbereich zuzuordnen sind.

(2) Die Mitglieder eines Studienbereiches sind auch Personen, die im Rahmen von Drittmittelprojekten an der TUHH tätig sind; die Zuordnung richtet sich nach der Studienbereichszugehörigkeit des Projektleiters.

(3) Bei übergreifenden Fächern legen die Studienbereiche eine Zuordnung fest.

§ 6 Studienbereichsausschuss

(1) Der Akademische Senat setzt zur Wahrnehmung der in § 15 Abs. 4 Grundordnung der TUHH geregelten Aufgaben je einen Ausschuss (Studienbereichsausschuss) ein.

(2) Einem Studienbereichsausschuss gehören an:

(3) Die Mitglieder werden vom Akademischen Senat auf Vorschlag der einzelnen Statusgruppen gewählt und sollten dem Studienbereich angehören. Der Leiter und sein Stellvertreter werden aus der Gruppe der Professoren gewählt.

(4) Die Amtszeit der Mitglieder des Ausschusses beträgt zwei Jahre, des studentischen Mitgliedes ein Jahr.

§ 7 Leiter der Studienbereiche

(1) Der vom Akademischen Senat auf Vorschlag des Studienbereichsausschusses gewählte Leiter des Studienbereichsausschusses ist in Personalunion gleichzeitig Leiter des Studienbereiches. Er vertritt den Studienbereich nach innen und außen. Der vom Akademischen Senat auf Vorschlag des Studienbereichsausschusses gewählte Stellvertreter des Leiters des Studienbereichsausschusses vertritt diesen auch bei Abwesenheit in seiner Funktion als Leiter des Studienbereiches. Die Amtszeiten des Leiters sowie des Stellvertreters betragen zwei Jahre.

(2) Die Leiter der Studienbereiche beraten den Akademischen Senat und das Präsidium in allen grundsätzlichen Angelegenheiten von Studium und Lehre in Bezug auf die in § 3 formulierten Aufgaben.

§ 8 Aufgaben des Studienbereichsausschusses

(1) Dem Studienbereichsausschuss obliegt die Beratung des Leiters des Studienbereiches in Bezug auf die in § 3 formulierten Aufgaben sowie die Wahl des Prüfungsausschusses.

(2) Die Mitwirkung in den Studienbereichsausschüssen gehört zu den Pflichtaufgaben der Mitglieder der TUHH.

§ 9 Sitzungen des Studienbereichsausschusses

(1) Die Sitzungen des Studienbereichsausschusses sind hochschulöffentlich; jedoch kann die Öffentlichkeit auf Antrag für eine Sitzung oder einzelne Punkte der Tagesordnung ausgeschlossen werden. Personalangelegenheiten werden in nichtöffentlicher Sitzung behandelt.

(2) Die Sitzungen müssen während der Vorlesungszeit einmal im Monat stattfinden.

IV. Weitere Einrichtungen

§ 10 Verwaltung

Der Leiter des Studienbereiches wird bei der Wahrnehmung seiner operativen Tätigkeit durch die zuständigen Verwaltungseinheiten unterstützt.

§ 11 Prüfungsausschuss

(1) Für die Organisation der Prüfungen und Wahrnehmung der durch die Prüfungsordnungen zugewiesenen Aufgaben wird pro Studienbereich in der Regel ein Prüfungsausschuss gebildet (§ 63 HmbHG).

(2) Bei studienbereichsübergreifenden Studiengängen wird der Prüfungsausschuss von den beteiligten Studienbereichsausschüssen gewählt.

(3) Der Vorsitzende und der stellvertretende Vorsitzende müssen Hochschullehrer an der TUHH und Mitglieder im jeweiligen Studienbereich sein. Das Nähere regeln die Prüfungsordnungen.

§ 12 Prüfungsamt

Das Prüfungsamt der TUHH, das für die Prüfungsabwicklung auf der Grundlage der Prüfungsordnungen zuständig ist, ist auch an die Entscheidungen der Prüfungsausschüsse gebunden.

§ 13 Widerspruchsausschuss

(1) Über Widersprüche in Prüfungsangelegenheiten entscheidet der Widerspruchsausschuss des jeweiligen Studienbereiches. Ihm gehören an:

  1. ein Mitglied des TVP mit der Befähigung zum Richteramt,
  2. ein Professor sowie ein Studierender des Studienbereiches, in dem die Prüfung durchgeführt worden ist.

(2) Das Mitglied zu Nr. 1 wird vom Präsidium bestellt, die Mitglieder zu Nr. 2 werden vom Akademischen Senat auf ein Jahr gewählt. Die Mitglieder des Widerspruchsausschusses dürfen nicht gleichzeitig dem zuständigen Prüfungsausschuss angehören.

§ 14 Studienkommission

Für die Erarbeitung von Studien- und Prüfungsordnungen sowie Studienplänen setzt der Akademische Senat nach Bedarf Studienkommissionen ein. Hierbei beachtet er Vorschläge aus den Studienbereichen und den Forschungsschwerpunkten.

V. Schlussbestimmungen

§ 15 In-Kraft-Treten und Übergangsbestimmungen

(1) Diese Satzung tritt mit ihrer Bekanntmachung in Kraft. Gleichzeitig tritt die „Ordnung der Studiendekanate der Technischen Universität Hamburg-Harburg“ vom 31. Januar 1986 in der Fassung vom 03. Januar 1994 außer Kraft.

(2) Soweit bei In-Kraft-Treten dieser Satzung in geltenden Prüfungs-, Studien- und sonstigen Ordnungen der TUHH Studiendekanaten, Studiendekanen, Studiendekanatsräten oder Mitgliedern eines Studiendekanates Aufgaben und Befugnisse zugewiesen sind, treten an die Stelle der

– Studiendekanate:die fachlich zuständigen Studienbereiche,
– Studiendekane:die Leiter der fachlich zuständigen Studienbereiche,
– Studiendekanatsräte: die fachlich zuständigen Studienbereichsausschüsse für die Wahl der Prüfungsausschüsse, im Übrigen: die Leiter der fachlich zuständigen Studienbereiche,
– Mitglieder eines
   Studiendekanates:
die dem fachlich zuständigen Studienbereich nach § 5 zugeordneten Personen.

Hamburg, den 29. November 2006

Technische Universität Hamburg-Harburg


*) Diese Satzung gilt in gleicher Weise für Männer und Frauen. Lediglich aus Gründen der sprachlichen Vereinfachung und besseren Lesbarkeit wird im Folgenden ausschließlich die männliche Grundform gewählt.

Stand: 31.10.2007