Monika Ivantysynova

Seit April dieses Jahres forscht und lehrt Frau Prof. Dr.-Ing. Monika Ivantysynova (44) am Arbeitsbereich für Flugzeug-Systemtechnik.

Prof. Ivantysynova studierte an der Technischen Universität Bratislava Maschinenbau mit der Fachrichtung Hydraulische Maschinen und Anlagen. Nach Beendigung ihres Diploms 1979 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für hydraulische Maschinen und Anlagen derselben Universität. Monika Ivantysynova promovierte im Jahre 1983 zum Thema "Nichtisotherme Strömung viskoser Flüssigkeiten im Schmierspalt" und ging anschließend für sieben Jahre in die Industrie, wo sie u.a. bei der Firma Elektronik Gera als Konstrukteurin und Abteilungsleiterin tätig war.

Bevor sie 1991 in die Wissenschaft zurückkehrte, arbeitete sie bei der amerikanischen Firma Commercial Hydraulics als Projektleiterin. In den Jahren 1991 bis 1996 war Monika Ivantysynova als Oberingenieurin maßgeblich am Aufbau des Arbeitsbereichs Flugzeug-Systemtechnik an der TUHH beteiligt. Dort entwickelte sie neue energiesparende hydraulische Antriebe für die primäre und sekundäre Flugzeugsteuerung. Im April 1996 nahm Prof. Ivantysynova den Ruf auf die Professur "Regelungstechnik und technische Hydraulik" an der Universität Duisburg an. Drei Jahre später kehrt sie nun an die TUHH zurück und arbeitet als Professorin am Arbeitsbereich Flugzeug-Systemtechnik.

Schwerpunkt von Forschung und Lehre liegen bei Monika Ivantysynova in der Entwicklung computergestützter Entwurfsverfahren für hydraulische Bauelemente, insbesondere Verdrängermaschinen, und in der Entwicklung alternativer energiesparender hydraulischer Antriebs- und Steuerkonzepte. (eb)

Heinz Herwig

Prof. Dr.- Ing. Heinz Herwig (49) hat am 15. April 1999 den Arbeitsbereich Technische Thermodynamik als Nachfolger von Herrn Prof. Dr.-Ing Joachim Buxmann übernommen.

Prof. Herwig studierte an der Ruhr-Universität Bochum Machinenbau. Nach dem Diplom 1975 wurde er wissenschaftlicher Assistent am dortigen Institut für Thermo- und Fluiddynamik. 1981 promovierte er mit einem strömungsdynamischen Thema (asymptotische Theorie laminarer Strömungsabläufe) und habilitierte sich dreieinhalb Jahre später mit einer Arbeit zum Einfluss des Temperaturfeldes auf das Strömungsfeld (venia legendi: Strömungsmechanik).

Nach sieben Monaten an der Texas A&M-Universitiy College Station und der University of California Santa Barbara trat er 1987 eine fünfjährige Zeitprofessur „Theoretische Strömungsmechanik” an der Ruhr-Universität an. Es folgten zwei Jahre im selbstgegründeten Ingenieurbüro „Flow and Heat”, bevor er im August 1994 einen Ruf auf die Professur Technische Thermodynamik an der TU Chemnitz annahm. Dort war er neben dem Neuaufbau des Lehrstuhles entscheidend an der Gründung eines An-Institutes zur Verfahrens-, Umwelt-, und Sensortechnik (SIVUS) sowie eines Steinbeis Transfer-Zentrums beteiligt. Im Frühjahr 1999 folgte dann der Ruf an die TUHH.

Forschung und Lehre sind für Heinz Herwig im „Dreieck Thermodynamik, Strömungsmechanik und Wärmeübertragung” angesiedelt. Der Forschungsansatz ist grundlagenorientiert; zahlreiche Industriekontakte halten jedoch stets den Praxisbezug. Schwerpunkte der künftigen Forschung werden sein: kritische CFD-Anwendung bei komplexen Strömungs- und Wärmeübergangssituationen, Verbesserung des Wärme- und Stoffüberganges, Entwicklung thermodynamischer Bewertungskriterien sowie strömungs- und wärmetechnische Probleme. (eb)

Lars E. Sjöstedt

Prof. Sjöstedt hat im vergangenen Wintersemester eine C4-Teilzeit-Professur für "Europäische Verkehrssysteme und internationales Logistikmanagement", AB 1-10, übernommen.

Prof. Sjöstedt studierte Technische Physik am Royal Institute of Technology in Stockholm. Er promovierte 1971 mit einem Thema zur Bezirkskontrolle im städtischen Verkehr und lehrte anschliessend im Bereich Verkehrsplanung. 1974 bis ´79 war er an der Linköping University of Technology als außerordentlicher Professor für „Railway Engineering” tätig, ab 1980 als Professor für Transport und Logistik an der Chalmers University of Technology.

Bereits vor Ende seines Studiums und begleitend zu seiner akademischen Karriere hat Prof. Sjöstedt zahlreiche Aufgaben an Forschungsinstituten und in der Wirtschaft wahrgenommen, unter anderem im Bereich alternativer, solarer Antriebsenergien. Er ist Mitglied der Schwedischen Akademie für Ingenieurwissenschaften und seit diesem Jahr Sprecher des „European Centre for Transportation and Logistics”, ECTL. Zur Zeit befasst sich Prof. Sjöstedt mit drei verschiedenen EU-Projekten und einem Bericht der UN Klima-Kommission, und er ist Mitglied des internationalen Austauschforums „Global Logistics Research Initiative”, GLORI (www.glori.com).

Die Ziele für seine zukünftige Arbeit benennt Prof. Sjöstedt mit weiteren Forschungsprojekten für das ECTL, das den Ruf eines anerkannten, leitenden, grenzüberschreitenden Forschungsnetzes erhalten und fest etabliert werden soll. Der Ruf der Logistik an der TUHH, als fachübergreifendes Thema in Lehre und Forschung, soll derart gefördert werden, dass die TUHH auch auf internationaler Ebene als attraktiver Logistikstandort für junge Menschen in Lehre und Forschung bekannt wird. (mw)