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Preise der Hamburger Bauindustrie

Die Stiftung der Bauindustrie Hamburg, die vom Bauindustrieverband Hamburg e.V. errichtete gemeinnützige Einrichtung zur Berufsförderung, vergab zum vierten Mal Förderpreise in Höhe von insgesamt 25.000 DM an sieben Studierende der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) im Studiengang „Bauingenieurwesen und Umwelttechnik”.

Mit Förderpreisen in Höhe von jeweils 5.000 DM wurden zwei Absolventen für hervorragende Diplomarbeiten gefördert, die die Regelstudienzeit von 10 Semestern nicht wesentlich überschritten haben. Dipl.-Ing. Frank Möbius hat in seiner Diplomarbeit „Tragwerksentwurf für eine Brücke in Holz/Beton-Verbundweise” eine neuartige Bauweise in einer bisher seltenen Anwendung – im Brückenbau – untersucht. Diese Arbeit entstand am Arbeitsbereich „Massivbau” unter der Obhut von Professor Dr.-Ing. Ulrich Quast. Die vergleichende Untersuchung von konstruktiven Alternativen erbrachte bisher nicht bekannte Ergebnisse und ermöglichte eine Bewertung dieser neuartigen Holz-Beton-Verbundbauweise.

Dipl.-Ing. Christoph Ewert wurde für seine Diplomarbeit „Grundwassermodell Wasserwerk Oeversee” ausgezeichnet. Die Arbeit wurde im Arbeitsbereich „Wasserwirtschaft und Wasserversorgung” bei Professor Dr.-Ing. Wilfried Schneider in Zusamenarbeit mit Dipl.-Ing. Ernst Kern vom Wasserbeschaffungsverband Nord angefertigt. Ewert konnte eindrucksvoll nachweisen, daß die Anwendung eines differenzierten dreidimensionalen Grundwassermodells wesentlich bessere Erkenntnisse zum Wassereinzugsgebiet der Brunnen ergibt, als es mit herkömmlichen Methoden möglich ist.
Professor Dr. Wolfgang Bauhofer, Vizepräsident der TUHH: „Beide Diplomarbeiten zeigen den wichtigen Praxisbezug des wissenschaftlichen Studiums auf: Die Wissenschaft von heute ist die Praxis von morgen.”

Dr.-Ing. Ulfert Martinsen, Vorsitzender der STIFTUNG DER BAUINDUSTRIE HAMBURG: „Mit der Preisvergabe für diese Arbeiten unterstützt die Hamburger Bauindustrie das erklärte Ziel der TUHH in besonderem Maße, Anreize für ein hochwertiges und zügiges Studium zu geben.”

Fünf Förderpreise in Höhe von jeweils 3.000 DM wurden an Klaus-Peter Mahutka, Jan Dührkop, Markus Töppel, Wolf-Arne Storm und Lars Jensen übergeben. Sie hatten das Vorexamen mit den besten Gesamtnoten zum frühest möglichen Zeitpunkt nach drei Semestern abgelegt. (ih)

TUHHler bei den HEW-Cyclassics

Als Olaf Stüven und Patrick Engemann vor einem Jahr anfingen an der TUHH Verfahrenstechnik zu studieren, hatten sie beide ein gemeinsames Hobby: Fahrrad fahren. Jetzt ein Jahr später starteten die beiden gemeinsam mit sechs weiteren Studenten der TUHH bei den HEW-Cyclassics als Team TU-Harburg.

”Für uns war dies das erste Fahrradrennen”, so Olaf Stüven, der mit Patrick Engemann, Kristian Nolde und Michael Witschke über die 60 Kilometer angetreten ist. 1:42.11,3 hat er für die Strecke gebraucht und ist damit auf Platz 480 von 2987 gemeldeten Männern für diese Strecke gekommen. ”Gar nicht so schlecht für das erste Mal”, findet er. Als Team sind die vier angehenden Ingenieure auf Platz 48 gelandet - immerhin im oberen Drittel bei 158 klassierten Teams. Für Matthias Koppe ist das Jedermannrennen, das in diesem Jahr zum zweiten Mal als Weltcuprennen ausgetragen wurde, eher Routine. ”Ich bin schon viele andere Rennen mitgefaheren”, so der Maschinenbaustudent, der mit drei Kommilitonen auf den 160 Kilometern startete.

Daß die Länge einer solchen Strecke nicht zu unterschätzen ist, zeigte sich bei zwei seiner Teamkollegen, die vom Besenwagen aufgelesen wurden, nachdem sie wegen Wadenkrämpfen einige Zeit lang pausieren mussten.

Die zwei Viererteams hatten sich erst kurz vor den HEW-Cyclassics zusammengefunden. ”Wir wollten als TUHH-Team antreten” so Olaf Stüven, ”waren aber nur zu zweit”. Auf eine e-mail-Anfrage hin meldeten sich prompt 200 Interessierte - ”von denen habe ich dann sechs ausgewählt” so der Verfahrenstechnikstudent. Obwohl das Interesse am gemeinsamen Fahrradfahren groß ist gibt es keine feste Trainingsgruppe an der TUHH. Wer eine solche Trainingsgruppe ins Leben rufen möchte, kann sich gerne Anregungen bei Karin Nentwig im Hochschulsportbüro besorgen. (eb)

Breitensport: Karin Nentwig,
Schwarzenbergstr. 95, Rm 1013,
Tel. 42878 - 2915,
e-mail: nentwig@tuhh.de

Die TUHH gratuliert Senator a.D. Prof. Dr. Hansjörg Sinn

Glückwünsche zum 70. Geburtstag am 20. Juli 1999 hat Präsident Prof. Dr.-Ing. Christian Nedeß dem früheren Hamburger Wissenschaftssenator Prof. Dr. Hansjörg Sinn übermittelt.

Professor Sinn ist Gründungsvater und Doktor der Ingenieurwissenschaften ehrenhalber (Dr.-Ing. e.h.) der Technischen Universität Hamburg-Harburg.

Der Präsident schrieb: „Wie ich Sie kenne, werden Sie auch für Ihr neues Lebensjahr viele Pläne und Aufgaben haben und dabei aktiv am wissenschaftlichen Leben und an hochschulpolitischen Entwicklungen teilnehmen. Von Langeweile oder einem ruhigen Lebensabend kann bei Ihnen keine Rede sein. So wünsche ich Ihnen von Herzen eine gute, erfüllte Zeit.”

Neue Frauenreferentin an der TUHH

Seit Mai dieses Jahres hat die TUHH eine neue Frauenreferentin: die 45-jährige Juristin Dagmar Bork.

Dagmar Bork studierte an der Uni Hamburg Jura und führte im Anschluss an ihr Studium sechs Jahre als Rechtsanwältin – Schwerpunkt Arbeits- und Familienrecht – ihre eigene Kanzlei. Schon während des Studiums engagierte sich Dagmar Bork in unterschiedlichen Uni-Frauengruppen, und auch während ihrer Arbeit als Rechtsanwältin pflegte sie die ehrenamtliche Tätigkeit in der Frauenarbeit. Ihr Interesse an der Arbeit mit Frauen verschlug die Juristin nach Lübeck, wo sie drei Jahre lang im kommunalen Frauenbüro arbeitete. 1994 zog es sie wieder nach Hamburg, wo sie eine neue Stelle im Bezirksamt Mitte antrat. Schwerpunkt hier: Entfremdung von Wohnraum.

Seit Mai dieses Jahres ist Dagmar Bork nun Frauenreferentin an der TUHH. Frau Bork wird in ihrer Funktion als Frauenreferentin zum einen die ehrenamtliche Frauenbeauftragte Frau Prof. Dr. Breckner entlasten. Hierbei wird sie z.B. die Vorbereitungen für die Sitzungen des AfF übernehmen, Stellenbesetzungsverfahren begleiten und Frau Prof. Dr. Ingrid Breckner in den nationalen Frauenfördergremien vertreten. Zum anderen wird sie sich darum kümmern, den Frauenanteil bei den Studierenden, wissenschaftlichen MitarbeiterInnen und ProfessorInnen zu erhöhen und deren Studien- und Arbeitsbedingungen an der TUHH zu verbessern. „Der Anteil der Studienanfängerinnen liegt in den einzelnen Fächern nach wie vor bei nur etwa 12%”, so Frau Bork, noch krasser zeigt sich das Ungleichgewicht der Geschlechter bei den Professorinnen: an der TUHH gibt es nur drei Professorinnen und 86 männliche Kollegen. Um mehr Schülerinnen für die TUHH zu gewinnen will Dagmar Bork die Zusammenarbeit mit den Schulen verstärken, hierbei sollen auch die Erkenntnisse aus dem Modellversuch „Technik entdecken” mit einfließen, einem Projekt, das von 1991 - 1994 an der TUHH durchgeführt wurde. „Es ist vor allem wichtig, Schülerinnen von dem Gedanken zu befreien, ein Ingenieurstudium sei nur etwas für Männer”, so Dagmar Bork. Für das Schnupperstudium hat sie in diesem Jahr daher einen Stand geplant, an dem ausschließlich Ingenieurinnen Frage und Antwort stehen. (eb)

Dagmar Bork: Schwarzenbergstrasse 95;
Raum 11, Montag bis Donnerstag
Tel: (040) 42878-2494,
E-mail: bork@tuhh.de