Northern Institute of Technology

Neue Impulse für den Bildungsmarkt

Globalisierung und Internationalisierung setzen Impulse für den Bildungsmarkt. Der Studienstandort Deutschland hat im Vergleich zu anderen Bildungsstandorten deutlich an Attraktivität eingebüßt. Im besonderen gilt das für Studierende aus der asiatisch-pazifischen Region.

Das Bewußtsein, daß der Aufenthalt ausländischer Studierender kurzfristig einen Wirtschaftsfaktor, längerfristig einen Gewinn für eine zukunftsorientierte Gesellschaft und Standortsicherung bedeutet, ist in Ländern wie USA, Australien, Kanada und Großbritannien sehr viel stärker ausgeprägt als in Deutschland.

Um diese ausländischen Studierenden für Deutschland als Studienort zu gewinnen, sind kurze Studienzeiten, kompatible Abschlüsse und ein umfassendes Betreuungs- und Unterbringungspaket notwendig. Ein Studienangebot in Englisch muß vorbereitet werden und ein klar strukturierter Studienablauf nach anglo-amerikanischen Vorbildern.

Die Lösung: Das NIT
Geplant ist die Gründung eines Northern Institute of Technology (NIT) als „2-Säulen”-Modell in Public Private Partnerhsip mit der Technischen Universität Hamburg-Harburg. Die TUHH will dieses Konzept mit einer Auswahl ihrer Partnerhochschulen, so dem Asian Institute of Technology in Bangkok und der Aalborg University in Dänemark, verwirklichen.

Das Herzstück
Aufgrund des Erfolgs der englischsprachigen „Internationalen Master-Studiengänge” werden die Master-Studiengänge für Studierende aus dem Ausland ergänzt und unter anglo-amerikanischen Bedingungen angeboten.

Demgemäß bildet das Herzstück des NIT ein zweijähriger englischsprachiger Master-Studiengang, der  nach erfolgreichem Studium und der Anfertigung einer Master-Thesis die Verleihung des Titels „Master of Science” vorsieht. Durch intelligente Verzahnung mit dem Bildungsprogramm am College des NIT entsteht das Gesamtpaket „Global Engineer”. Das Bildungsprogramm am NIT ergänzt das fachübergreifende Studium innerhalb des Master-Studiengangs und beinhaltet ein Begleitstudium der Sprache, Kultur, Wirtschaft und Politik Deutschlands und Europas.

„Global” sind die Absolventen hinsichtlich ihrer Fähigkeit, in einem internationalen Kontext interdisziplinäre,
ingenieurwissenschaftliche Aufgaben zu bearbeiten und fachübergreifende Aspekte zu berücksichtigen.

Integraler Bestandteil des Programms sind Industriepraktikum und Projektarbeit, die in enger Zusammenarbeit mit Unternehmen durchgeführt werden.

Das Angebot
Derzeit werden vier Master-Studiengänge angeboten. Darüber hinaus sind maßgeschneiderte Individuallösungen innerhalb der Studiengänge oder aber auch über deren Grenzen hinaus möglich. Wir machen unsere Studierenden fit für den Beruf. Das Lehrkonzept orientiert sich somit in idealer Weise an den Kundenanforderungen.

Der Clou
Die Studierenden werden in das NIT aufgenommen und gleichzeitig an der TUHH immatrikuliert. Sollten Studie-rende aufgrund fehlender Leistungsnachweise während des Studiums aus dem NIT ausgeschlossen werden, so können sie dennoch an der TUHH eingeschrieben bleiben.

Wohnen, Lehren, Lernen
In einem neu zu errichtenden Gebäude auf dem TU-Gelände sollen Wohnungen für Studierende entstehen, Seminarräume untergebracht und neugegründete Technologiefirmen der TUHH als Mieter angesiedelt werden.

Rahmenbedingungen
Im ersten Studienjahr 1999 werden zunächst 30 Studierende zugelassen. Zulassungsvoraussetzung ist ein qualifizierter Bachelor of Science oder ein äquivalenter Abschluß. Studienbeginn ist jeweils der 1. Oktober eines Jahres. Dem Studienbeginn ist eine zweimonatige Orientierungsphase vorgeschaltet. Das Studium ist in vier Quarter eingeteilt. Dabei bilden die regulären Semester der TUHH zwei der vier Quarter eines Jahres.

Nachhaltige Netzwerke
Der Bedarf an einem derartigen Bildungsprodukt ist offensichtlich. Vertreter aus Politik, Industrie und Wirtschaft sehen beim NIT die Vorteile einer kundenorientierten Ausbildung und vor allem die Chance, nachhaltige Netzwerke aufzubauen. So liegen bereits Zusagen für Stipendien aus Industrie und Wirtschaft vor.

Dr. jur. Justus Woydt