Frauen bauen

Harburger Berichte zur Stadtplanung

Unter den vielen Unterschieden der Lebens- und Arbeitsbedingungen für Frauen in der DDR und der Bundesrepublik Deutschland sind die im Bereich von Bauwesen und Städtebau besonders auffällig. In der DDR waren die Frauen viel stärker vertreten, als dies in der westdeutschen Realität geläufig ist. Und sie waren zudem in einem viel breiteren Spektrum - vom Tiefbau bis zur Stadtplanung - in allen Sparten des Bauens und Planens tätig.

Dieses Buch ist eine Collage von Interviews, originalem Zahlenmaterial und programmatischen Texten, das ein Bild dieser Situation über vier Jahrzehnte hinweg zeichnet. Schlaglichtartig werden Motivationen der Berufswahl, Bedingungen der Ausbildung, die Arbeitswelten und Karrierechancen von Frauen sichtbar. Illustriert werden die spezifischen Formen der Frauenförderung, das Verhältnis zu männlichen Kollegen und die Möglichkeiten einer weiblichen Identität als arbeitende Mutter und Fachfrau in einer männlich dominierten Berufswelt.

Es ist ein Rückblick auf eine Vergangenheit ohne den Anspruch wissenschaftlicher Exaktheit, mit der Vorstellung unternommen, daß diese Welt am ehesten sichtbar wird, wenn Facetten ihrer Realität in den verschiedenen Medien ihren Ausdruck finden können, in denen sie uns nun im Nachhinein noch zugänglich ist. Es ist eine Dokumentation ohne Wertungen oder Erklärungen: Anstoß zur Reflektion.

Prof. Dr. Helga Fassbinder 040 / 7718 -3009