Harburg 21 - Ein Bezirk macht sich fit für das nächste Millennium

Seit einem halben Jahr arbeitet ein Joint Venture zwischen der TUHH und dem Bezirk Harburg mit dem Ziel, Aktivitäten für die Zukunftsfähigkeit des Bezirks zu fokussieren.

Zukunftsfähig meint, den Strukturwandel - gekennzeichnet mit Begriffen wie Informationsgesellschaft, Globalisierung und/oder Biotechnologie - auf der örtlichen Ebene mitzugestalten und nachhaltige Perspektiven zu eröffnen statt nur vom Wandel betroffen zu sein. Im dazu eingerichteten „Harburg 21”-Büro, direkt neben der TU im Gesundheits- und Umweltamt angesiedelt als Anlauf- und Schnittstelle zwischen Kommunalpolitik und Verwaltung, Bürgern und nichtstaatlichen Organisationen, laufen viele Fäden zusammen:

– Die Harburger Bezirksversammlung hat zur Beförderung des „Agenda 21”-Prozesses eine Lenkungsgruppe eingesetzt, in der Vertreter aller demokratischen Parteien, der Bezirksamtsleiter, der Umwelt- und Gesundheitsdezernent, der Leiter des ZEWU (Zentrum für Energie-, Wasser und Umwelttechnik) und der „Agenda 21”-Beauftragte der TU vertreten sind.

– Diverse Initiativen und Projektgruppen zu Themen wie Energie, Verkehr oder Nord - Süd erarbeiten Vorschläge und Handlungskonzepte und erfordern organisatorische und inhaltliche Unterstützung.

– Statusveranstaltungen, die letzte am 1. Februar diesen Jahres unter dem Motto „Harburg 21 stellt sich vor” mit dem Umweltsenator Alexander Porschke als Referenten, werden organisiert. Hier wurde gleichzeitig die Posterausstellung „Harburg wird zukunftsfähig” eröffnet. Aktionen wie ein Kinder- und Sommerfest, vorgesehen für den 26. Juni, dienen der weiteren Kommunikation von „Harburg 21 - ein Bezirk wird zukunftsfähig”.

– In diesem Zusammenhang wird ein intensiver internationaler Austausch, vor allem mit Kommunen aus ganz Europa, die von den Harburger Konzepten partizipieren wollen oder Anregungen geben, gepflegt.

– Gemeinsame Vortragsveranstaltungen, z.B. zum Themenfeld „Nachhaltige Nutzung erneuerbarer und nicht erneuerbarer Ressurcen”, die an der TU stattfinden sollen, sind zu koordinieren.

– Angelaufen ist die Initiierung eines Leitbildes für „Harburg 21”, welches auf der Basis einer Chancen-Risiken-Analyse lebenswerte, ökonomisch erfolgreiche und ökologisch tragfähige Perspektiven anschaulich machen soll.

Nachhaltige Entwicklungshilfe
Die TUHH stellt gegenwärtig nicht nur das Personal des „Harburg 21”-Büros, sie unterstützt diese Aktivitäten und Prozesse vielfältig:

Als Teil der Aktivitäten ist das Forschungsprojekt „Planungssystem für eine nachhaltige Entwicklung” (PSSD) beim „Harburg 21”-Büro angesiedelt. Mit finnischen und dänischen Regionalverbänden und Forschungsinstituten arbeitet das Team „Nachhaltigkeit und Strukturwandel der TU Hamburg-Harburg” (AB 1-07) an diesem zunächst über zwei Jahre laufenden Projekt, welches ein Volumen von über 1,7 Mio Euro hat.

Ziel des PSSD-Projektes ist die Entwicklung eines Methodenbaukastens, der sozio-ökonomische und ökologische Aspekte zukunftsfähig in Planungen integriert und auf der Nutzung von Internet-Techniken und Geoinformationssystemen basiert. Dafür erarbeiten wir Indikatoren regionaler Nachhaltigkeit, mit denen die Wahrnehmung der Dynamik von Teilregionen methodisch unterstützt und die jeweiligen lokalen Entwicklungschancen und -risiken beschrieben werden können. Eingesetzt werden die Indikatoren in den unterschiedlich strukturierten Zielregionen in Deutschland, Dänemark und Finnland, um die Validität von Querschnitts- und Fachplanungen zu erhöhen.

Join the Venture
Die herausragende Bedeutung der TUHH selbst für den zukunftsfähigen Strukturwandel in Harburg kann durch entsprechende Aktivitäten im „Harburg 21 Joint Venture” noch besser wahrgenommen werden. Angefangen bei der attraktiven Gestaltung und Ausbau der Harburg 21-Homepage durch TU-Angehörige oder Initiierung und/oder Mitarbeit von Arbeitsgruppen bis hin zu neuartigen F+E-Projekten oder Kooperationen sind Beförderungen dieses einzigartigen Verbundes denkbar.

Telefonisch erreichbar ist das „Harburg 21”-Büro unter 040 / 42878-2456.

Prof. Dr. Jürgen Pietsch
Arbeitsbereich Städtebau III
Telefon 040-42878-3111