Vizepräsident

Prof. Dr. Wolfgang Bauhofer (51), Leiter des Arbeitsbereiches „Materialien der Mikroelektronik” wurde zum neuen Vizepräsidenten der TUHH gewählt. Die zweijährige Amtszeit begann am 1. April 1999. Er löst damit Prof. Dr.-Ing. Jörg Müller, Arbeitsbereich Halbleitertechnologie, ab.

Professor Bauhofer will intensiv das Interesse an den Ingenieurstudiengängen fördern und mehr junge Leute für ein Studium an der TUHH begeistern. Dabei sollen die Studienangebote und -bedingungen weiterentwickelt werden. Eine zusätzliche Aufgabe ist die Förderung des Northern Institute of Technology (NITHH), an dem er die Präsidentschaft übernehmen soll. Bundesweit arbeitet Professor Bauhofer an der Akkreditierung der auslandsorientierten Studiengänge der TUHH.

Professor Bauhofer ist 1947 in Linz/ Österreich geboren. Sein Physikstudium erfolgte in Kiel, Freiburg und Stuttgart. 1974 promovierte er in Stuttgart. Thema der Doktorarbeit am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung "Phononen in Mischkristallen". Nach einer Tätigkeit in der Industrie war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut in Stuttgart. Während dieser Zeit Auslandsaufenthalte in China und in den USA. 1988 erfolgte die Habilitation an der Universität Würzburg im Fachgebiet Experimentelle Physik.

1990 erfolgte der Ruf an die TUHH als Leiter des neuen Arbeitsbereichs "Materialien der Mikroelektronik". Die Entwicklung und Charakterisierung von neuen Materialien für Anwendungen in der Elektrotechnik und der Mikroelektronik gehört zu seinem Forschungsgebiet, insbesondere lumineszierende Materialien und elektrisch leitfähige Kunststoffe.

Professor Bauhofer ist verheiratet, hat drei Kinder und wohnt in der Nordheidestadt Buchholz. (ih)

Polizeipräsident

Dr. Justus Woydt ist zum Ehrensenator der Technischen Universität Hamburg-Harburg ernannt worden. Einstimmig hat der Senat der TUHH der Verleihung der Ehrensenatorwürde um seine besonderen Verdienste um den Aufbau der TUHH zugestimmt.

Professor Dr. Hauke Trinks in seiner Laudatio: "Dr. Woydt hat als Leitender Verwaltungsbeamter den Aufbau der TUHH entscheidend vorangetrieben, unermüdlich Impulse für strukturelle Reformen auf allen Ebenen des Hochschulwesens gegeben und sich hohe Verdienste um die akademische Ausbildung der Ingenieurstudentinnen und -studenten im Fach Rechtswissenschaft erworben."

Nach Gründungsrektor Prof. Dr. rer. nat. Hans-Günter Danielmeyer und Prof. Dr. rer. nat Rainer Ansorge ist Dr. Justus Woydt der dritte Ehrensenator der TUHH.

Anlaß für die Ehrung war seine Verabschiedung von der TUHH. Dr. Woydt übernahm am 15. Januar 1999 das Amt des Polizeipräsidenten in Hamburg. (ih)

Vizepräsident

Prof. Dr.-Ing. Joachim Werther (56), Leiter des Arbeitsbereiches „Verfahrenstechnik I” wurde jetzt als weiterer Vizepräsident gewählt.

Der Präsident der TUHH, Prof. Dr.-Ing. Christian Nedeß, beabsichtigt, eine neue Leitungsstruktur einzuführen. Der bereits amtierende Vizepräsident, Professor Dr. Wolfgang Bauhofer, übernimmt alle Aufgaben für die Lehre; Professor Dr.-Ing. Joachim Werther übernimmt das Ressort Forschung. Professor Werther: „Die vermehrten Aufgaben der rasch wachsenden TUHH erfordern ein professionelles Aufgabenmanagement mit genau definierten Zuständigkeiten.”

Professor Werther ist 1942 in Bremerhaven geboren. Er hat Maschinenbau an der Universität Karlsruhe studiert, war in der keramischen Industrie und anschließend an der Universität Erlangen tätig. 1972 promovierte er in Erlangen über strömungsmechanische Vorgänge in Wirbelschichtreaktoren. 1976 folgte die Habilitation. Von 1977 bis 1980 war er bei der BASF AG in Ludwigshafen/Rhein zuständig für Verfahrensentwicklungen im Bereich der Gas/Feststoff-Reaktortechnik.

1979 erhielt Professor Werther den Ruf als einer der ersten 10 Professoren an die TUHH. Er befaßt sich in der Forschung mit Meßtechniken für Mehrphasenströmungen, mit der umweltfreundlichen Verbrennung von Abfallstoffen in Wirbelschichten und mit der Aufbereitung kontaminierter Böden. Aus seiner Arbeitsgruppe stammt die Entwicklung des METHA-Verfahrens, nach dem heute der Hamburger Hafenschlick behandelt wird. Er ist seit 1988 Sprecher des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Sonderforschungsbereiches 238 „Meßtechnik und Modellbildung für Mehrphasensysteme”.

Professor Werther ist verheiratet, hat zwei Kinder und wohnt in der Nordheidestadt Buchholz. (ih)

Wolfgang Krautschneider

Prof. Krautschneider hat im Januar den Arbeitsbereich Technische Elektronik als Nachfolger von Prof. Paul übernommen.

Prof. Krautschneider studierte Elektrotechnik an der TU Berlin. Er promovierte dort mit einem Thema zur Qualitätsanalyse von MOS-Bauelementen. Anschliessend ging er als Postdoctoral Fellow ins Zentrale Forschungsinstitut der IBM in Yorktown Heights, USA, wo er an Submikron-MOS-Transistoren arbeitete und dabei die dort entwickelte Strategie zur Strukturverkleinerung in der Mikroelektronik kennenlernte. Er wechselte dann zur Firma Siemens nach München zur Entwicklung von Megabit-Speicherchips. Mit dem 64Mbit-Projekt ging er wieder in die USA und führte die Zuverlässigkeitstest zur Vorbereitung der Produktqualifikation der 64M-DRAMs durch. Nach drei Jahren kehrte er ins Forschungslabor der Siemens AG in München zurück und entwickelte Konzepte für Gigabit-Speicher. Nebenbei hielt er Vorlesungen an der TU Berlin über Submikron-MOS-Bauelemente und habilitierte sich dort mit Arbeiten über innovative MOS-Bauelemente und Zuverlässigkeitsprobleme von hochintegrierten MOS-Schaltkreisen. Prof. Krautschneider hält in diesem Bereich 22 Patente.

In der Lehre wird Prof. Krautschneider den Praxisbezug in den Vordergrund stellen und zukünftige Entwicklungen der Mikroelektronik einbeziehen. In der Forschung sollen das Potential der kommenden Chip-Generationen sowie deren Probleme durch Simulationen und Experimente quantifiziert werden, um Strategien für optimale Lösungen zu entwickeln. (mw)

Hermann Rohling

Prof. Dr. Hermann Rohling hat am 1. April den Arbeitsbereich 4-05 Nachrichtentechnik übernommen

Prof. Rohling studierte an der Universität Stuttgart Mathematik mit den Nebenfächern Informatik und Betriebswirtschaft. Anschließend promovierte er an der Fakultät für Elektrotechnik der RWTH Aachen mit einem Thema aus dem Bereich der digitalen Signalverarbeitung. In den letzten 22 Jahren hat er sich ausschließlich mit Lehre und Forschung beschäftigt, davon elf Jahre im Industrieforschungsinstitut der AEG in Ulm und weitere elf Jahre an der Technischen Universität Carolo Wilhelmina zu Braunschweig. In dieser Zeit wirkte er am Aufbau von ingesamt fünf Forschungsbereichen, unter anderem „Radarsensoren für Automobilanwendungen”, „Satellitennavigation” und „Selbstorganisierende Datenfunknetze”.

Den kontrastreichen Wechsel von Deutschlands ältester Technischer Universität zur jungen und modernen TUHH hat Prof. Rohling zusammen mit seinem Arbeitsteam durchgeführt. Wissend, daß die Qualität einer Universität nur dann von der Leistungsfähigkeit der Lehrenden bestimmt wird, wenn die Studierenden den ernsthaften Willen zum erfolgreichen Studium haben, hofft er auf gute Zusammenarbeit bei der Verwirklichung vieler Vorhaben in Lehre und Forschung. Prof. Rohling ist verheiratet und hat drei Kinder. (mw)

Oskar Mahrenholtz

Professor Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. mult. Oskar Mahrenholtz (em.) erhielt aus der Hand des Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Professor Dr. Roman Herzog, das große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Der Orden wurde in Anerkennung der um Volk und Staat erworbenen besonderen Verdienste am 15. Oktober 1998 in Bonn übergeben.

Professor Mahrenholtz war 14 Jahre (1982-96) Leiter des Arbeitsbereiches Meerestechnik II (Strukturmechanik) an der TUHH. Er war unter anderem Vizepräsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (1983-89), Mitglied im Wissenschaftsrat (1977-79), Gutachter zur Errichtung der TUHH (1974/75) und Mitglied im Gründungssenat der TUHH (1979-82).

Bereits 1990 erhielt Professor Mahrenholtz das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Professor Mahrenholtz wird der Wissenschaft erhalten bleiben – er wird weiterhin junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fördern. Seine langjährigen Erfahrungen aus vielen Bereichen seiner Tätigkeit umschrieb der passionierte Hochseesegler anläßlich seiner Emeritierung im Jahr 1996 mit den Newtonschen Worten „Was wir wissen ist ein Tropfen, was wir nicht wissen ist ein Ozean”. (ih)