Studiendekanat Gewerblich-Technische Wissenschaften (G)

Studiendekan:
Prof. Dr. Franz Ferdinand Mersch,
G-1

Stellvertreter:
Prof. Dr. E.h. Dr.-Ing. habil. Josef Schlattmann,
G-2

1 Ziele des Studiums
Das Studium zum Berufspädagogen in einer Gewerblich-Technischen Wissenschaft (GTW) bereitet auf eine arbeitsprozess- und wissenschaftsorientierte Unterrichts-, Aus- und Weiterbildungspraxis in den gewerblich-technischen Berufsfeldern vor. Die Studierenden sollen für die Gestaltung berufsbezogener Bildungsprozesse und qualifizierender Arbeitsprozesse befähigt werden.

Das Studium soll den Entwicklungen der Berufsfelder Rechnung tragen und dem Personal an den unterschiedlichen Institutionen und Lernorten der beruflichen Bildung eine zukunftsorientierte Handlungskompetenz vermitteln. Es bezieht sich auf die Praxis berufsförmig organisierter Arbeit sowie die diese prägenden Technologien Im Zentrum stehen dabei die lernenden und arbeitenden Individuen und Gruppen, die sich mit ihrer Umwelt bewusst auseinandersetzen und die Fähigkeiten erlangen, Arbeitswelt und Gesellschaft in sozialer und ökologischer Verantwortung mitzugestalten. Arbeit und Technik werden deshalb in bildungs- und arbeitsbezogener Perspektive zum Gegenstand der Lehre. Technik wird in ihrer Gestaltbarkeit im Zusammenwirken zwischen der Gestaltung von Arbeit und Arbeitsprozessen und den Kompetenzen der Beschäftigten betrachtet.

2 Inhalte des Studiums
Die Inhalte des Studiums einer Gewerblich-Technischen Wissenschaft orientieren sich konsequent am Berufsbild des Berufspädagogen bzw. des Lehrers einer Gewerblich-Technischen Wissenschaft. Es lassen sich drei zentrale Kompetenzbereiche ausweisen, die sich jeweils auf das Berufsfeld und die spezifischen Berufe beziehen und die in ihren Wechselwirkungen betrachtet werden:

Analyse, Gestaltung und Evaluation

  • von beruflichen Lern-, Bildungs- und Qualifizierungsprozessen,
  • von (berufsförmiger) Arbeit,
  • von Technik als Gegenstand von Arbeits- und Lernprozessen, deren Zusammenhänge in ihrer Entstehung einen weiteren Kompetenzbereich begründen:
  • die historische Gewordenheit berufsförmiger Arbeit, Technik und der Berufsfelder.

Die Bezeichnung -berufsförmige Arbeit- steht in diesem Zusammenhang für das gesamte Spektrum von Facharbeiter-, Handwerks-, Techniker- und Assistentenberufen und bezieht auch Anlern- und Ingenieurarbeit ein. Die Lern-, Bildungs- und Qualifizierungsprozesse berücksichtigen demzufolge im Grundsatz ein erweitertes Aufgabenspektrum, das sich auf pädagogisches Handeln in der Berufsvorbereitung, Berufsschule, Berufsfachschule, Fachoberschule, Fachschule und dem Technischen Gymnasium sowie der Aus-, Weiterbildung und der beruflichen Rehabilitation bezieht.

Die Gewerbe- und Techniklehrerausbildung wird gemeinsam von der TUHH und der Universität Hamburg getragen. Das Lehrangebot des Studienbereichs Gewerblich-Technische Wissenschaften der TUHH besteht bereits seit dem Wintersemester 1993/94. Es umfasst die Studiengänge

Die Lehrangebote und -projekte der Lehramtsstudiengänge werden partiell in enger Kooperation mit den jeweiligen Gewerbeschulen angeboten und durchgeführt. So ist ein frühzeitiger Praxisbezug zu erreichen. Mit ca. 500 Studierenden in den Lehramtsstudiengänge ist die Lernsituation überschaubar, so dass unter den Studierenden, aber auch zwischen den Studierenden und den Professoren bzw. Dozenten ein persönlicher Kontakt bestehet.

Bestandteile des Studiengangs: Der Studiengang Lehramt an der Oberstufe - Berufliche Schulen - gliedert sich in 3 nebeneinander zu studierende Bestandteile.

  • Berufliche Fachrichtung (TUHH), insgesamt 80 SWS (Stunden pro Semesterwoche)
  • Erziehungswissenschaft (Universität Hamburg), insgesamt 40 SWS
  • Weiteres Unterrichtsfach (Universität Hamburg), insgesamt 40 SWS

Über Einzelheiten zu den neben der beruflichen Fachrichtung zu studierenden Unterrichtsfach gibt die Zulassungsstelle der Universität Hamburg Auskunft.

Studienbeginn: Wintersemester oder Sommersemester.

Voraussetzung für das Studium: Allgemeine bzw. fachgebundene Hochschulreife oder besondere Hochschulzugangsberechtigung (§31a, 32, Hamburgisches Hochschulgesetz) und eine der Fachrichtung entsprechende abgeschlossene Berufsausbildung oder ein einjähriges gelenktes Praktikum.

Anerkennung von Vorstudienleistungen: Studiengangwechslern und Absolventen von Fachhochschulen, die ein einschlägiges Studium abgeschlossen haben, können von Lehrerprüfungsamt in Zusammenarbeit mit dem Koordinator der Fachrichtung bereits erbrachte Studienleistungen anerkannt werden.

Bewerbung und Immatrikulation: Bewerbungen um einen Studienplatz sind nur an die Universität Hamburg zu richten. Erst nach der Zulassung und der anschließenden Immatrikulation an der Universität Hamburg erfolgt die zusätzliche Immatrikulation an der TUHH. Bewerbungsunterlagen sind anzufordern bei der Zulassungsstelle der Universität Hamburg, die auch die einzuhaltenden Fristen festsetzt.