Robert Schliewe - Mit Begeisterung erfolgreich durch das Studium

Robert Schliewes Wissen ist ständig auf Achse! Die Chips, an deren Entwicklung er bei seiner Arbeit für die Robert Bosch GmbH in Reutlingen seit 2005 beteiligt ist, sind Teil der digitalen integrierten Schaltungen vieler Autos – und das erfüllt den jungen Ingenieur mit Stolz. „Die Vorstellung, dass meine Chips bald in PKW eingebaut werden, ist schon ziemlich toll”, sagt der 33-Jährige, der in Szczecin (Polen) geboren wurde und in Hamburg-Harburg aufgewachsen ist.

Die Kenntnisse für seine heutige Tätigkeit hat Robert Schliewe an der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) erworben. Dass er dort studieren würde, stand für ihn nach dem Abitur noch nicht fest. „Die Entscheidung fiel mir schwer, weil mein Interesse an der Technik sehr breit gestreut war: von Architektur über die Informatik und den Maschinenbau bis zur Physik”, erinnert er sich. Die Wahl fiel schließlich wegen der erwarteten Vielseitigkeit auf das Studium der Elektrotechnik an der TUHH. Zur Jahrtausendwende hatte der Träger des Philips-Vordiplompreises sein Diplom in der Tasche. Danach arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Optische und Elektronische Materialien an der TUHH. In dieser Zeit, von 2001 bis 2005, promovierte er mit Auszeichnung auf dem Gebiet der organischen Elektronik.

Rückblickend auf seine Studienjahre an der TUHH sagt er: „Das Studium ist schwer, jedoch bei entsprechendem Engagement jedoch zu schaffen.” Wie er es schaffte? „In den ersten Semestern ging ich oft vom so genannten Worst Case, dem schlechtesten Fall, aus und rechnete damit, in den Prüfungen durchzufallen. Darum habe ich besonders intensiv gelernt, was mit guten Zensuren belohnt wurde.” Als sehr hilfreich habe er damals die persönliche Beziehung zu den Professoren sowie wissenschaftlichen Mitarbeitern erlebt.

Echte Begeisterung für Technik, Durchhaltevermögen und Ehrgeiz sind die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium an der TUHH, so sein Fazit. Er rät davon ab, sich allein wegen des derzeitigen Mangels an Ingenieuren für ein Studium an der TUHH zu entscheiden. „Wenn man nicht dahinter steht, wird es schwierig, an der Uni zu bestehen”, hat er festgestellt.

Für das Elektrotechnik-Studium an der TUHH würde sich Robert Schliewe jederzeit wieder entscheiden: „Die TUHH bietet eine umfassende Ausbildung und die Professoren nehmen sich viel Zeit für die Studenten.” Welche Tipps hat er für die zukünftigen Studenten? „Um erfolgreich zu sein, ist es wichtig, dass man auch bei hohem Druck oder Misserfolg nicht aufgibt und immer die Neugier und den Mut behält, Fragen zu stellen”, sagt der 33-Jährige.