Dirk Beckmann - Mit Ingenieurwissenschaften und Betriebswirtschaft an die Spitze

Erst Student, dann die Doktorarbeit und heute Service-Manager: Der Lebenslauf von Dirk Beckmann liest sich, wie es Personalchefs gern haben: 1991 Abitur im schleswig-holsteinischen Wedel bei Hamburg, anschließend bis 1996 Studium der Elektrotechnik an der Universität Hannover, nach Abschluss des Studiums tritt er eine Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) am Institut Kommunikationsnetze an und promoviert über das Thema „Algorithmen zur Planung und Optimierung moderner Kommunikationsnetze”.

Mit dem Doktortitel in der Tasche hatte der Ingenieur beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Nach Stationen bei den Telekommunikations-Unternehmen MobilCom und Talkline ging es im Eiltempo weiter: Dirk Beckmann unterschrieb einen Arbeitsvertrag als Consultant bei T-Systems, und agierte auf Geschäftsebene zwischen den Programmierern und Kunden. Einerseits galt es herauszufinden, welche Programme die Prozesse im Tagesgeschäft der Kunden, meist Unternehmen erleichtern können. Dazu musste er aber auch die Sprache des Entwicklers kennen, der die Programme implementiert.

Parallel zum Job absolvierte Beckmann ein betriebswirtschaftliches Aufbaustudium. 2006 wechselte der promovierte Elektrotechniker, der in seiner Freizeit am liebsten Rennrad fährt, als Service-Manager zur T-Mobile Deutschland. Dort sorgt er seit dem dafür, dass die Kunden mit ihrem Handy problemlos auch im Ausland telefonieren können und kontrolliert die Qualität des Dienstes „International Roaming”, das Telefonieren mit dem eigenen Handy im Ausland. Zusätzlich leitet er derzeit ein umfangreiches Projekt zur Steigerung der Kostentransparenz im Technik-Bereich.

Der gebürtige Hamburger würde alles noch einmal genauso machen: „Ich habe zu keinem Zeitpunkt bereut, die TUHH für meine Promotion ausgewählt zu haben”, sagt Beckmann, der für seine Tätigkeit bei T-Mobile vor zwei Jahren von Wedel nach Bonn gezogen ist. Er schätzte vor allem die Arbeitsbedingungen an der TUHH, deren Ausstattung und die im Vergleich zu größeren Unis persönliche Atmosphäre. Für seine Aufgabe als Service-Manager und Projektleiter bei T-Mobile sind seine betriebswirtschaftlichen Kenntnisse genauso wichtig für ihn wie das an der TUHH erworbene ingenieurwissenschaftliche Wissen. Den eingeschlagenen Weg zur Verknüpfung technischer und betriebswirtschaftlicher Kenntnisse will Beckmann auch künftig weiterverfolgen. „In Zeiten steigenden Kostendrucks sehe ich hier weiterhin gute Perspektiven.”

Er würde Abiturienten mit entsprechenden Interessen uneingeschränkt empfehlen, sich ebenfalls für Elektrotechnik und die TUHH zu entscheiden: „Mit dem Studium der Elektrotechnik oder auch des Informatik-Ingenieurwesens verschafft man sich eine sehr gute berufliche Ausgangssituation. Der internationale Campus der TUHH in Verbindung mit der hohen Lebensqualität in Hamburg bieten dafür tolle Rahmenbedingungen.”