Durchführung des Zulassungsverfahrens

Der Zulassungsbescheid

Wer eine Zulassung zum Studium erhalten hat, muss binnen 10 Tagen (Ausschlussfrist) nach Zugang des Zulassungsbescheides i. d. R. elektronisch erklären, ob er oder sie den zugewiesenen Studienplatz annimmt. Wird die Frist versäumt, erlischt die Zulassung und der zugewiesene Studienplatz wird anderweitig vergeben (Verwirkung).

Der Ablehnungsbescheid

Wenn Ihnen nach den Auswahlkriterien kein Studienplatz zugewiesen worden ist oder Sie aus formalen Gründen vom Zulassungsverfahren ausgeschlossen werden mussten, ergeht ein Ablehnungsbescheid. Wichtiger Hinweis: Sofern Sie abgelehnt wurden, weil nicht ausreichend Studienplätze zur Verfügung standen, nehmen Sie dennoch an einem eventuellen Nachrückverfahren teil.

Das Nachrückverfahren

Studienplätze, die nicht in Anspruch genommen worden sind - weil darauf verzichtet oder die Zulassung unwirksam wurde - werden bis vier Wochen nach Beginn der Vorlesungszeit an die rangnächsten Bewerber/innen vergeben. Von der so vorgegebenen Reihenfolge kann abgewichen werden, wenn dies erforderlich erscheint, um alle Studienplätze unverzüglich zu besetzen.


Wichtige Hinweise zur Einschreibung

Immatrikulationsfrist unbedingt beachten

Es gilt: Die im Zulassungsbescheid angegebene Immatrikulationsfrist ist einzuhalten. Es handelt sich um eine Ausschlussfrist, d. h., der Immatrikulationsantrag muss mit allen geforderten Unterlagen formgerecht bis zu diesem Tag an der TUHH vorliegen. Sofern Sie eingeschrieben worden sind, erhalten Sie eine Einschreibebestätigung mit der Aufforderung zur Zahlung des Semesterbeitrags. Das Einschreibverfahren startet an der TUHH für das aktuelle Bewerbungsverfahren am 1. August.

Wenn Sie im Hauptverfahren einen Zulassungsbescheid erhalten haben, müssen Sie sich bis zu der im Bescheid genannten Frist immatrikulieren. Der Immatrikulationsantrag kann per Post oder persönlich eingereicht werden. Wenn Sie diese Frist nicht einhalten, müssen Sie damit rechnen, dass Ihnen die Immatrikulation nach § 25 Absatz 5 der "Satzung über das Studium an der TUHH" versagt wird, obwohl Sie zugelassen worden sind.

Bei der Zulassung im Nachrückverfahren sind der Immatrikulationsantrag und die geforderten Unterlagen in der Regel im Rahmen der Annahmefrist einzureichen. Diese Frist ergibt sich aus dem Zulassungsbescheid. Bei Unvollständigkeit der Unterlagen wird auch hier die Immatrikulation versagt.

Einzureichende Unterlagen

Welche Unterlagen Sie einreichen müssen, können Sie dem Immatrikulationsantrag entnehmen. Es kann ferner vorkommen, dass der Studierendenservice weitere Nachweise von Ihnen verlangt. Sie werden dann entsprechend informiert. In der Regel müssen folgende Dokumente vorgelegt werden (Achtung: Liste nicht abschließend):

  • amtlich beglaubigte Kopie der Hochschulzugangsberechtigung (Abiturzeugnis, Fortbildungszeugnis, Schulzeugnis aus Heimatland o. ä.)
  • Krankenversicherungsnachweis im Original, ggf. mit Befreiungsbescheid (siehe auch hier)
  • sofern zutreffend: Dienstzeitbescheinigung bzw. Nachweis der Pflege von Angehörigen in amtlich beglaubigter Form, Zulassungsbescheid aus einem vorherigen Zulassungsverfahren (bei der Vorwegauswahl)
  • sofern zutreffend: Nachweise zu bisherigen Studien (z. B. Studienbescheinigung, Notennachweise, Abschlusszeugnis, Exmatrikulationsbescheid) in amtlich beglaubigter Form
  • sofern zutreffend: Nachweis der Sprachkenntnisse (für Personen mit nicht-deutschem Abitur sowie Bewerber/innen für GES siehe hier) in amtlich beglaubigter Form
  • für Personen, die unter § 37 Absatz 1 Nummern 3 bis 7 HmbHG (Meister/innen, Fachwirte/innen etc.) fallen, gilt: Nachweis eines Beratungsgesprächs bei der zuständigen Studienfachberatung der TUHH
  • für Bewerbungen aus der VR China, Vietnam oder der Mongolei: APS-Bescheinigung bzw. APS-Zertifikat bwz. Echtheitsbestätigung der Botschaft im Original

Hinweise zu Diensten und Pflege von Angehörigen:
Wer als Zivildienst einen anderen Dienst im Ausland gemäß § 14 b ZDG ableistet oder abgeleistet hat, benötigt eine von dem anerkannten Träger ausgestellte Dienstzeitbescheinigung. Wer ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr ableistet oder abgeleistet hat, benötigt eine Bescheinigung des Trägers. Eine Bescheinigung der Einsatzstelle genügt nicht. Die Betreuung/Pflege eines Kindes oder sonstiger Angehöriger kann nur dann als Dienst anerkannt werden, wenn sie in ihrem Umfang und ihrer Intensität mit den übrigen Diensten vergleichbar ist. Wer ein Kind unter 18 Jahren oder einen pflegebedürftigen sonstigen Angehörigen bis zur Dauer von drei Jahren betreut bzw. gepflegt hat, muss dies mit einer schriftlichen Versicherung nachweisen, aus der hervorgeht, dass diese vollzeitbeanspruchende Tätigkeit von ihm ausgeübt wurde und keine andere Person zur Verfügung stand. Darüber hinaus sind im Falle der Betreuung/Pflege eines Kindes alle Belege beizufügen, die Aufschluss über die Betreuungsbedürftigkeit geben (z. B. Geburtsurkunde, Meldebescheinigung, ärztliches Attest). Im Falle der Betreuung/Pflege eines sonstigen Angehörigen ist eine ärztliche Bescheinigung beizufügen, die über Grund und Umfang der Pflegebedürftigkeit Aufschluss geben muss, sowie eine Meldebescheinigung der pflegebedürftigen Person. Aus den Unterlagen muss sich nachvollziehbar und glaubhaft ergeben, dass die Betreuung/Pflege in dem angegebenen Umfang ausgeübt wurde.

Amtliche Beglaubigungen

Amtlich beglaubigte Nachweise müssen mit der Immatrikulation eingereicht werden. Amtlich beglaubigen dürfen in Hamburg NUR die Bezirks- und Ortsämter sowie die Behörde für Inneres oder ein Notar. Im sonstigen Bundesgebiet wenden Sie sich bitte an die entsprechenden Dienststellen Ihrer Gemeinde, eine siegelführende Stelle einer Bundesbehörde oder an einen Notar.

Ungeachtet der Regelungen in anderen Bundesländern werden in Hamburg Beglaubigungen von kirchlichen Stellen, Banken, Rechtsanwälten, Wirtschaftsprüfern, Vereinen, Krankenkassen u.ä. nicht anerkannt. Ohne Nachweis der geforderten Unterlagen in amtlich beglaubigter Form können Sie sich nicht immatrikulieren. 

Die amtliche Beglaubigung muss mindestens enthalten:

  1. einen Vermerk, der bescheinigt, dass die Kopie/Abschrift mit dem Original übereinstimmt (Beglaubigungsvermerk),
  2. die Unterschrift des Beglaubigenden und
  3. den Abdruck des Dienstsiegels. Ein Dienstsiegel enthält in der Regel ein Emblem. Ein einfacher Schriftstempel genügt nicht.


Besteht die Kopie/Abschrift aus mehreren Einzelblättern, muss nachgewiesen sein, dass jede Seite von derselben Urkunde stammt. Es genügt, wenn nur eine Seite mit dem Beglaubigungsvermerk und der Unterschrift versehen ist, sofern alle Blätter (z. B. schuppenartig) übereinandergelegt, geheftet und so überstempelt werden, dass auf jeder Seite ein Teil des Dienstsiegelabdrucks erscheint. Natürlich kann auch jede Seite gesondert beglaubigt werden. Achten Sie aber in diesem Fall darauf, dass auf jeder Seite des Originals Ihr Name steht. Ist er nicht überall angegeben, muss er in die Beglaubigungsvermerke aufgenommen werden, zusammen mit einem Hinweis auf die Art der Urkunde. Befindet sich auf der Vorder- und Rückseite eines Blattes eine Kopie und kommt es auf den Inhalt beider Seiten an, muss sich der Beglaubigungsvermerk auf die Vorder- und Rückseite beziehen (z. B. "Hiermit wird beglaubigt, dass die vor-/umstehende Kopie mit dem Original übereinstimmt"). Ist dies nicht der Fall, müssen Vorder- und Rückseite gesondert beglaubigt sein. Genügt die Beglaubigung den genannten Anforderungen nicht, kann die TUHH den Beleg nicht anerkennen.

Für Zeugnisse aus dem Ausland gilt:

Wenn Sie sich bereits in Deutschland aufhalten, können Sie Ihre Zeugnisse durch die Botschaft bzw. das Konsulat Ihres Heimatlandes hier in Deutschland beglaubigen lassen. Beglaubigungen aus dem Ausland werden nur anerkannt, wenn sie von der deutschen Auslandsvertretung (Botschaft / Konsulat) gefertigt sind. Achten Sie bitte auch darauf, dass zu Ihrem jeweiligen Zeugnis, sofern es nicht in Deutsch oder Englisch ausgestellt ist, eine Übersetzung einer/s vereidigten Übersetzers/in existiert und auch eingereicht werden muss. Es werden nur Übersetzungen in die deutsche oder englische Sprache akzeptiert.