Informationen zur Anmeldung und Abgabe der Abschlussarbeit


Zur Anmeldung der Bachelor- oder Master-Arbeit ist Folgendes zu beachten:

  • Zur Anmeldung der Abschlussarbeit stellen Sie einen Antrag auf Zulassung. Hierzu finden Sie in ihrer Online-Funktion vorbereitete Antragsformulare. Bitte öffnen Sie das entsprechende Formular, drucken es aus, ergänzen die Angaben und unterschreiben es. Anschließend senden Sie es bitte an das Prüfungsamt zu senden (Sie müssen es nicht persönlich abgeben).
  • Nur für Bachelor-Arbeiten:
    Gemäß FSPO beträgt der Bearbeitungszeitraum 9 Wochen. Der Bearbeitungszeitraum ist beim parallelen Besuch von Lehrveranstaltungen von der Betreuerin beziehungsweise dem Betreuer mit der Anmeldung der Arbeit festzulegen, wobei sechs Monate Bearbeitungszeitraum nicht überschritten werden dürfen. Sie geben im Antragsformular an, ob Sie parallel Lehrveranstaltungen besuchen. Hierbei zählen nur Bachelor-Lehrveranstaltungen, die für Ihren Bachelor-Abschluss notwendig sind!
  • Das Prüfungsamt prüft den Antrag, erteilt die Zulassung und schickt das Antragsformular an Ihre/n Erstprüfer/in. Sie werden per Email entsprechend benachrichtigt und melden sich daraufhin bitte beim/bei der Erstprüfer/in zur abschließenden Absprache und Festlegung von Thema und Bearbeitungszeitraum.
  • Der/die Erstprüfer/in ergänzt das Antragsformular im dritten Teil und schickt das Formular an das Prüfungsamt.
  • Das Abgabedatum Ihrer Abschlussarbeit entnehmen Sie bitte dem Selbstbedienungsportal.
  • Wenn Sie die Abschlussarbeit in einer Einrichtung außerhalb der Hochschule durchführen wollen, müssen Sie einen entsprechenden Antrag stellen. Hierzu finden Sie in ihrer Online-Funktion ein Antragsformular. Bitte öffnen Sie das Formular, drucken es aus, ergänzen die Angaben, unterschreiben es, holen die Stellungnahme des 1. Prüfers ein und senden den Antrag an das Zentrale Prüfungsamt. Der Antrag mit der Entscheidung des PA-Vorsitzenden muss spätestens mit Ihrem Antrag auf Zulassung zur Abschlussarbeit im Prüfungsamt vorliegen.

Bei der Abgabe der Bachelor- oder Master-Arbeit ist Folgendes zu beachten:

  • Spätestens am Abgabetag müssen dem Zentralen Prüfungsamt zwei Ausgaben der Abschlussarbeit (für den Erst- und Zweitprüfer) in schriftlicher und gebundener Form vorgelegt werden. Die beiden vorgelegten Ausgaben werden abgestempelt. Sie erhalten den Laufzettel für die Benotung der Abschlussarbeit mit dem Vermerk der fristgerechten Abgabe, den Sie zusammen mit einer der Arbeiten unverzüglich beim Erstprüfer selbstständig einreichen. Die zweite Arbeit reichen Sie ebenfalls selbstständig und unverzüglich beim Zweitprüfer ein.
  • Abschlussarbeiten müssen gebunden sein. Lassen Sie die Arbeiten mit einer Klebe- bzw. Leimbindung binden. Ringbuchbindungen werden nicht anerkannt!
  • In der Abschlussarbeit muss eine unterschriebene Versicherung (siehe § 24 (5) ASPO) eingebunden sein. Ihr Betreuer wird Ihnen beim Wortlaut einer solchen Erklärung sicherlich behilflich sein.
  • Bringen Sie zur Abgabe eine Kopie des Deckblatts Ihrer Abschlussarbeit mit.
  • Abschlussarbeiten sind nur innerhalb der Sprechzeiten vorzulegen. Den Abgabetermin entnehmen Sie bitte dem Selbstbedienungsportal. Fällt Ihr Abgabetag auf einen Tag, an dem das Zentrale Prüfungsamt geschlossen ist, kommen Sie am nächsten Öffnungstag innerhalb der Sprechzeit. Das heißt also:

    1. Abgabetag wurde auf Mittwoch gesetzt - neuer Abgabetag: darauffolgender Donnerstag
    2. Abgabetag wurde auf Freitag, Wochenende oder Montag gesetzt - neuer Abgabetag:darauffolgender Dienstag
  • Bei Bachelor- und Master-Abschlussarbeiten ist die schriftliche Ausarbeitung auch in elektronischer Form vorzulegen (siehe § 24 (5) ASPO). Am besten wäre hier die Abschlussarbeit auf CD zu brennen und diese dann in jede Ausgabe einzukleben.

 

 

INFORMATION FÜR STUDIERENDE UND PRÜFENDE

 

Abschlussarbeiten und Schutzrechte

 

1. Urheberrechte an Abschlussarbeiten

Die Urheber von Werken der Wissenschaft, Literatur und Kunst genießen für ihre Werke Schutz nach dem Urheberrechtsgesetz (§ 1 Urheberrechtsgesetz - UrhG). Zu den geschützten Werken zählen unter anderem Sprachwerke, Computerprogramme und Darstellungen wissenschaftlicher oder technischer Art, wie Zeichnungen, Pläne, Karten, Skizzen, Tabellen und plastische Darstellungen (§ 2 UrhG). Bachelor- und Masterarbeiten als wissenschaftliche Abschlussarbeiten genießen daher den Schutz des Urheberrechts. Eine Anmeldung oder Registrierung ist nicht erforderlich, denn das Urheberrecht am Werk entsteht mit der Erschaffung des Werks.

Urheber ist nach § 7 UrhG der Schöpfer des Werkes. Studentinnen und Studenten sind daher Urheber der von ihnen verfassten wissenschaftlichen Abschlussarbeiten. Ihnen allein stehen die im UrhG kodifizierten Rechte zu, beispielsweise die ausschließlichen Rechte zur Veröffentlichung und Verwertung ihrer Abschlussarbeiten.

Wenn mehrere Personen ein Werk gemeinsam geschaffen haben, sind sie Miturheber (§ 8 UrhG). Das gemeinsam geschaffene Werk darf grundsätzlich nur im Einvernehmen aller Miturheber veröffentlicht und genutzt werden. Die Miturheberschaft an Abschlussarbeiten ist jedoch regelmäßig ausgeschlossen, denn das Hochschulprüfungsrecht fordert von Prüfungskandidaten eigenständige wissenschaftliche Leistungen (vgl. § 59 Hamburgisches Hochschulgesetz - HmbHG).

Die Betreuung einer Abschlussarbeit führt nicht dazu, dass die Betreuerin oder der Betreuer an der Abschlussarbeit Urheberrechte erwirbt. Dies gilt auch dann, wenn die betreuende Person Denkanstöße oder Ideen für die Arbeit gegeben hat. Denn das UrhG schützt nicht die Erkenntnis oder Idee selbst, sondern nur deren wahrnehmbare Darstellung, z.B. in Wort, Bild oder Ton. Gleichwohl unterliegt die Darstellung fremder wissenschaftlicher Erkenntnisse in wissenschaftlichen Arbeiten den Regeln der guten wissenschaftlichen Praxis, woraus unter anderem folgt, dass die Herkunft der Erkenntnisse durch Quellenangaben eindeutig kenntlich zu machen ist.

2. Erfindungen und Patente im Zusammenhang mit Abschlussarbeiten

Erfindungen werden nicht durch das UrhG geschützt, sondern über das Patentrecht. Patente werden für Erfindungen auf allen Gebieten der Technik erteilt, sofern sie neu sind, auf einer erfinderischen Tätigkeit beruhen und gewerblich anwendbar sind (§ 1 Patentgesetzt – PatG). Patentinhaber sind berechtigt, anderen die Nutzung der Erfindung zu untersagen.

Haben mehrere Personen gemeinsam eine Erfindung gemacht, so steht ihnen als Miterfinder das Recht auf das Patent gemeinschaftlich zu (§ 6 PatG). Eine im Rahmen einer Abschlussarbeit entstehende patentfähige Erfindung steht also denen zu, auf deren Ideen und geistigen Leistungen sie beruht. Die (alleinige) Urheberschaft der Studentin oder des Studenten an der Abschlussarbeit schließt also nicht aus, dass z.B. die Betreuerin oder der Betreuer (Mit-)Erfinder einer technischen Neuerung ist, die im Zuge der Anfertigung der Abschlussarbeit entstanden ist.

Da studentische Abschlussarbeiten nicht im Rahmen eines Dienstverhältnisses gegenüber der Hochschule entstehen, können damit verbundene Erfindungen von Studentinnen und Studenten nicht als Diensterfindungen nach dem Gesetz über Arbeitnehmererfindungen durch die Hochschule in Anspruch genommen werden.

3. Einräumung von Nutzungsrechten an geistigem Eigentum

Urheber und Erfinder können Dritten Nutzungsrechte an ihren urheberrechtlichen Werken bzw. die an ihre Erfindungen anknüpfenden Rechte einräumen, z.B. im Wege eines sog. Lizenzvertrages oder eines Rechtskaufvertrages.

Gegenüber der Hochschule besteht für Studentinnen und Studenten keine Verpflichtung zur Einräumung von Rechten. Daher ist es unzulässig, die Betreuung oder Korrektur einer Abschlussarbeit von einer Rechtseinräumung an die Hochschule abhängig zu machen.

Die TUHH hat das Interesse, Inhalte aus ausgewählten Abschlussarbeiten mit Einverständnis der Verfasserin oder des Verfassers für Zwecke der Forschung und Lehre zu nutzen, beispielsweise in Lehrveranstaltungen oder im Rahmen der Weiterentwicklung von Software. Zu diesem Zweck wird das Muster für eine Rechtseinräumung zur Verfügung gestellt. Eine über die Zwecke der Forschung und Lehre hinausgehende Nutzung ist in der Regel nicht von der TUHH beabsichtigt und bleibt den Verfasserinnen und Verfassern vorbehalten.

Betreuerinnen und Betreuern wird empfohlen, die Prüfungskandidatinnen und -kandidaten bei Beginn der Betreuung auf dieses Informationsblatt hinzuweisen. Die unterschriebene Einverständniserklärung soll in dem Institut aufbewahrt werden, in die Abschlussarbeit betreut wurde.