Nichttechnisches Lehrangebot der TUHH

 

 

Der Studienbereich

 

Nichttechnische Wahlpflicht­fächer NTW vermittelt die in Hinblick auf das spezifische Ausbildungsprofil der TUHH nötigen Kompetenzen, die ingenieurwissenschaftliche Fachlehre fördern aber nicht abschließend behandeln oder vertiefen kann. Diese vermittelten Kompetenzen runden das Ingenieurstudium ab in Hinblick auf Eigenverantwortlichkeit, Selbstführung, Zusammenarbeit und fachliche wie personale Leitungsbefähigung der zukünftigen Ingenieurinnen und Ingenieure.

Damit konzentriert sich die Ausbildung in diesem Bereich auf die -zur erfolgreichen fachlichen Professionalisierung notwendige - Entwicklung der Ingenieurspersönlichkeit: selbstkompetent und verantwortlich in und für Gesellschaft. Der Bereich setzt im Bachelor und im Masterbereich diese Ausbildungsziele in seiner Lehrarchitektur, den Lehr-Lern-Arrangements, den Lehrbereichen und durch Lehrangebote um, in denen sich Studierende wahlweise für spezifische Kompetenzen und ein Kompetenzniveau auf Bachelor- oder Masterebene qualifizieren können.

 

Die Lehrarchitektur

 

besteht aus einem studiengangübergreifend ausgerichteten Pflichtstudienangebot. Hier bietet ein thematisch gegliederter Katalog eine breit gefächerte Auswahl von Veranstaltungen. Durch das in allen Studiengängen verpflichtende, zentral konzipierte Lehrangebot wird die spezifische Profilierung der TUHH Studiengänge auch im „Nichttechnischen Studienbereich“ gewährleistet. Die Lernarchitektur erfordert, eröffnet und ermöglicht eigenverantwortliche Bildungsplanung in Hinblick auf den individuellen Kompetenzaufbau der Studierenden, stellt zugleich dazu aber auch Orientierungswissen in Form von „Profilen“ bereit. Diese Profilierungsangebote informieren über Schwerpunkte der Lehrveranstaltungen.

Der Studienbereich bietet ein über den gesamten Studienverlauf begleitend studierbares Angebot. Das ermöglicht Studierenden bei technischem Kompetenzzuwachs eine darauf bezogene individuelle Bildungsplanung und Schwerpunktsetzung bei der Ausbildung der Selbst- und Sozialkompetenzen. Zusätzlich geben die ausgewiesenen Profile im Veranstaltungskatalog Orientierung. Diejenigen, für die sich eine konkrete Professionalisierungsrichtung nach Studienabschluss resp. ein spezifisch nötiger Kompetenzerwerb im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung abzeichnet, können durch ein „Profilstudium“ diese eigenverantwortlich und konzentriert ausbauen.    

 

Die Lehr-Lern-Arrangements

 

sehen für Studierende aller Studienrichtungen desselben Studienniveaus - nach B.Sc. und M.Sc. getrennt - ein semesterübergreifendes miteinander und voneinander Lernen vor. Der herausfordernde Umgang mit Interdisziplinarität und einer Vielfalt von Lernständen in Veranstaltungen sind Teil der Lernarchitektur - und wird auch in spezifischen Veranstaltungen gezielt gelehrt. Die auf Stärkung von Selbstkompetenz und Sozialkompetenz ausgerichteten Lehrveranstaltungen nutzen zumeist eine seminaristische Organisationsform und methodisch-didaktisch an die hier angestrebte spezifische Qualifizierung angepasste Arbeitsweisen wie etwa das Problem-based Learning.

 

Die Lehrbereiche

 

basieren auf Forschungsergebnissen aus den wissenschaftlichen Disziplinen Kulturwissenschaften, Gesellschaftswissenschaften, Kunst und Geschichtswissenschaften,  Betriebswirtschaftslehre, Kommunikationswissenschaften, Nachhaltigkeitsforschung und aus der Fachdidaktik der Ingenieurwissenschaften. Über alle Studiengänge hinweg besteht im Bachelorbereich zusätzlich ab Wintersemester 2014/15 das Angebot, gezielt Betriebswirtschaftliches und Gründungswissen aufzubauen.

Hier lernen Studierende, technische Objekte und deren Anwendung in ihrem sozialen Kontext - für ein nutzendes Subjekt, in dessen Lebenswelt - zu betrachten. Sie ergründen das Subjekt-Objektverhältnis wissenschaftlich in ausgewählten nichttechnischen Disziplinen und an den Schnittstellen zwischen der eigenen und diesen fremden Fachdisziplinen.

Der Lehrbereiche werden durch soft skill Angebote und ein Fremdsprachangebot ergänzt. Hier werden insbesondere kommunikative Kompetenzen - z.B. die für Outgoing Engineers nötigen Kompetenzen im internationalen und interkulturellen Raum - gezielt gefördert.

 

Das Kompetenzniveau

 

der angebotenen Veranstaltungen in dem Studienbereich unterscheidet sich in Hinblick auf das insgesamt zugrunde gelegte differente Ausbildungsziel im Bachelor- und im Masterbereich. Diese Unterschiede repräsentieren die je integrierten, unterschiedlichen Praxisbeispiele, die auf unterschiedliche berufliche Anwendungskontexte verweisenden inhaltlichen Themen und ein im B.Sc. stärker wissenschaftlich-theoretisches Abstraktionsniveau. Es findet sich auch in der unterschiedlichen Qualität der Soft skills wieder. Letztere befassen sich mit den für Bachelor- und für Masterabsolventinnen/ Absolventen im späteren Berufsleben unterschiedlichen Positionen im Team und ihren unterschiedlichen Funktionen bei der Anleitung von Gruppen.

Im Masterbereich sind die Betriebswirtschaften und Gründungswissenschaften aus dem Studienbereich hinaus in ein eigenständiges Wahlpflichtmodul „Betrieb und Management“ überführt worden und bekommen somit eine höhere Wertigkeit im Curriculum außerhalb des hier beschriebenen Kataloges.

 

Das Lehrangebot

 

des Studienbereiches ist je in einem Modulkatalog für den Bachelor- und Masterstudiengänge zusammengefasst. Wenn in der Fachstudienordnung nicht anders vermerkt, sind Studierende aller Fachrichtungen und Studienniveaus verpflichtet, insgesamt 6  SWS in diesem Studienbereich zu studieren. Dazu wählen sie Veranstaltungen aus dem jeweiligen Wahlpflicht (WP-) Katalog ihres Studienniveaus (B.Sc. oder M.Sc.).  Es wird zumeist empfohlen, die entsprechenden Studienleistungen Curricular-begleitend zu belegen.

Die Lehrveranstaltungen haben i.d.R. eine zeitlichen Umfang von 2 Semesterwochenstunden (SWS) und einen Arbeitsaufwand von 2 Leistungspunkten (LP), D.h. es wird von Studierenden ein Arbeitsaufwand von etwa 60 Arbeitsstunden pro Veranstaltung erwartet. Prüfungsleistungen werden in Form von Nachweisen erbracht, die zu bestehen sind. Die Kriterien dafür sind von den Prüfenden zu formulieren. Eine Note wird nicht vergeben.

Der jeweilige Wahlpflichtkatalog ist für alle Studiengänge der TUHH gültig und in dem Sinne ein fachübergreifender „Ergänzungsmodulekatalog (II)“ für den Nichttechnischen Wahlpflichtbereich. Der je aktuell gültige Ergänzungsmodulekatalog (II)“ der TUHH ist hier hinterlegt: https://www.tuhh.de/tuhh/studium/studieren/pruefungsordnungen/ergaenzungsmodule-des-wahlpflichtbereichs.html

 

Die Anmeldung

 

zu den Lehrveranstaltungen erfolgt für die TUHH Studierenden über die E-Learning-Plattform Stud.IP. Anmeldezeiten und Vergabeverfahren werden u.a. via persönlichem E-Mailing angekündigt. Eine Anmeldung zu den Einzelveranstaltungen ist in Stud.IP unter den entsprechenden Lehrveranstaltungstiteln möglich, Nachfragen an Lehrende können hier direkt erfolgen.
Studierende haben über Ihre TUHH Kennung Zugang zur Stud.IP Plattform https://e-learning.tu-harburg.de
Achtung: Angaben zu Lehrveranstaltungen in Stud.IP erfolgen ausschließlich unter Verantwortung der dort informierenden Lehrenden.

 

 

 

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