Wie geht`s?

 

Um das gesellschaftliche Engagement von Studierenden zu fördern und anzuerkennen, wurden die Lehrveranstaltungen "Social Learning: Gesellschaftliches Engagement für Flüchtlinge" je für Bachelor- bzw. für Masterstudierende konzipiert.

Im Rahmen dieser Lehrveranstaltung wird Engagement unterstützt, betreut und - durch Anleitung zu einer Reflexion des Erlebten - anerkennungsfähig.

 

 

1. Übergeordnetes Ziel der Veranstaltungen …

 

… ist es, von Seiten der TUHH auf studentischer Seite das gesellschaftliche Engagement für Flüchtlinge, Migrantinnen und Migranten zu fördern und das damit einhergehende soziale Lernen im Nichttechnischen Angebot anzuerkennen.

Unter „gesellschaftlichem Engagement für Flüchtlinge“ wird eine aktive Mitarbeit und Teilhabe in Projekten, Initiativen oder Organisationen verstanden, die ein freies, gleiches und solidarisches Zusammenleben mit Flüchtlingen und Migrantinnen in Deutschland zum Ziel haben.

Unter „sozialem Lernen im Rahmen gesellschaftlichen Engagements“ im o.g. Kontext wird Folgendes verstanden: Einerseits der überprüfte Erwerb bzw. die Vertiefung von Kompetenzen auf Seiten der Studierenden durch ihr Engagement in dem o.g. Kontext. Andererseits als Unterstützung/Förderung/Lernen auf Seiten der Zielgruppe Flüchtlinge, Migrantinnen und Migranten durch eingebrachte Kompetenzen der Studierenden.

Diese Definition von Engagement und Lernziel ist Bestandteil der Veranstaltungsbeschreibung und schließt die Anerkennung von Aktivitäten im Rahmen von Projekten, Initiativen oder Organisationen mit demokratiefeindlicher Zielsetzung aus.

 

2. Konzept der Veranstaltungen

 

Zielgruppe der Projektseminare sind alle Studierende der TUHH.

Die Lernziele der Veranstaltungen bestehen darin, dass Studierende eigene Kompetenzen im beschriebenen Kontext identifizieren, in ihrer Reichweite ermessen, einbringen, ausbauen, bewerten und einen persönlichen Entwicklungsrahmen entwerfen können. Darüber hinaus werden sie Kompetenzen in einem persönlichen Entwicklungsrahmen verorten, den eigenen Lernprozess identifizieren und bewerten können.

Die Lernsituation ist das „gesellschaftliche Engagement“, welches von Studierenden selbst organisiert wird-: d.h. die aktive Teilhabe und Mitarbeit in Projekten, Initiativen oder Organisationen mit o.g. Zielen.

Es wird zudem ein geringer Anteil von Präsenzlehre gegeben, in dem Kontakte zu Initiativen angebahnt, allgemeine Kenntnisse über Lernprozesse im beschriebenen Kontext vermittelt werden und die Selbstreflexion des sozialen Lernens angeleitet wird.

Überprüft wird das soziale Lernen in einer schriftlichen Ausarbeitung bzw. Selbstreflexionsarbeit. Diese Selbstreflexion betrifft im Kern die eigenen vorhandenen, benötigten, eingesetzten, erworbenen oder vertieften Kompetenzen.

Eine erfolgreiche Teilnahme an der Veranstaltung wird mit 2 LP anerkannt. Sie ergibt sich aus dem überprüften Erreichen der Lernziele.

 

3. Umsetzung des Konzeptes in Lehre, Lernziele und Prüfung

 

Ab Wintersemester 2016/17 sind die o.g. Veranstaltungen Teil der jeweiligen Module im Master und  -seit SoSe 2017- auch im Bachelor. Sie umfassen 2 LP, die Prüfungsleistung besteht in einer schriftlichen Ausarbeitung.

Die Lernzeit besteht aus 50h Selbstlernphase, die im gleichen oder einem vergangenen Semester liegen kann sowie insgesamt 10 h Präsenzlehre in Form von Seminarzeit zu den Themen Lernprozesse und Selbstreflexion von Kompetenzen und individueller Beratung zur Prüfungsleistung.

Die Selbstlernsituation wird von den Studierenden selbsttätig gesucht und ausgewählt. Die Seminarleiterin unterstützt ggf. jedoch darin, Einrichtungen für das Engagement zu finden.

Ab 50h gesellschaftlichen Engagements und weiterer 10h Präsenzlehre und Beratungszeit kann die / der Studierende über dieses gesellschaftliche Engagement eine Prüfungsleistung in Form einer schriftlichen Ausarbeitung bei der wissenschaftlichen Mitarbeiterin/dem wissenschaftlichen Mitarbeiter einreichen.

Die Anforderungen der schriftlichen Ausarbeitung werden für die Studierenden zusammengestellt in Form einer

· Frageliste (siehe unten), die der Reflexion des sozialen Lernens dient;

weiter zweier begleitender Dokumente

· über die Formalien zur Abfassung der Prüfungsleistung und

· einer inhaltlich-praxisbezogenen Ausführung dessen, was unter Lernprozesse und Kompetenzen zu verstehen ist.

Die schriftliche Ausarbeitung wird von der / dem Lehrende/n in Hinblick auf eine formal und inhaltlich hinreichende, detaillierte, mit Beispielen belegte, plausible und konsistente Selbstreflexion geprüft. Dies geschieht ggf. unter Hinzuziehung von Referenzpersonen, welche die/der Studierende zu benennen hat. Der Umfang des Engagements wird einer Plausibilitätsprüfung unterzogen – ggf. unter Hinzuziehung von Referenzpersonen, welche die/der Studierende zu benennen hat.

Das Studienniveau der Leistung wird daran bemessen, auf welche zukünftige Berufssituation Studierende in der Abschlussprüfung ihre Reflexion über die abverlangten, eingesetzten oder erworbenen Kompetenzen beziehen.

Nach erfolgreich erbrachter Prüfungsleistung wird das Engagement unter den o.g. Titel der Veranstaltung mit 2 LP im vom Studienniveau zutreffenden NTA-Modul im Profil Migration und Gesellschaft des Semesters verbucht, in dem die Prüfungsleistung eingereicht wurde.

Weiterhin besteht die Möglichkeit – nach schriftlicher Zustimmung der/des Studierenden – die Prüfungsleistung in Gänze oder Teilen – als Best Practice / Projektbericht auf dieser Website zu veröffentlichen. Die Veröffentlichung erfolgt anonymisiert, liegt in der Verantwortung der TUHH und kann auf schriftlichen Wunsch hin auch mit Namensnennung der Studierenden einhergehen.

 

 

 

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