Ausschreibungstext

Kooperationsmodell Wirtschaft und Wissenschaft als Team (Excellenzkolleg)

Die Technische Universität Hamburg-Harburg (TUHH) wagt den Sprung in eine neue Form der Wissenschaftsförderung. Die Idee: Wirtschaft, Wissenschaft  und Staat investieren zu gleichen Teilen in kluge Köpfe an der TUHH mit dem Ziel, aus Ideen schneller und nachhaltiger Innovationen zu machen. Gerade vor dem Hintergrund des hohen Forschungsbedarfs im Zuge der Energiewende hat der mit dem an der TUHH gerade gegründeten Exzellenzkolleg beschrittene Weg Modellcharakter für Deutschland. In Hamburg sollen auf diese Weise die technischen Wissenschaften einerseits gestärkt und andererseits die Innovationskraft von Unternehmen erhöht werden.

Partner, die in diesem Exzellenzkolleg an der TUHH investieren, initiieren damit auch eigene Forschungsideen. Weitere Vorteile: Sie haben direkteren Zugang zur Wissenschaft sowie zu Absolventen der TUHH, und die Kooperation ist langfristig. Im Gegensatz zur üblichen Projektarbeit-und -förderung geht es um längerfristige Forschungsperspektiven bzw. darum, wie beispielsweise das Zukunftsprodukt eines Unternehmens in fünf Jahren aussehen kann. Angesichts der überschaubaren Investition – eine Juniorprofessur kostet jährlich 150 000 Euro – ist dieses Modell durchaus auch für mittelständische Betriebe interessant, die durch die Zusammenarbeit mit exzellenten Wissenschaftlern mit neuen Ansätzen Zukunftssicherung betreiben können.

Zielsetzung:

Im Rahmen einer Exzellenzinitiative realisiert die TUHH die Einrichtung eines Exzellenzkollegs, um gemeinsam mit strategischen Partnern mittel- und langfristige Forschungs- und Entwicklungskooperationen abzuschließen, um so aus Ideen schneller und nachhaltiger Innovationen zu machen.

Gesucht werden Partner und Initiativen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft, die neue Forschungsansätze zur Lösung drängender Zukunftsfragen realisieren und so mittel- bis langfristig unter Ausnutzung innovativer Kooperations- und Finanzierungsmodelle neue Forschungs-, Geschäftsfelder erschließen wollen.

Kooperationsfelder:

Die neuen Forschungsansätze sollen den drei neuen Kompetenzfeldern der TUHH zugeordnet sein:

  •     Green Technologies (Regenerative Energien, Systeme – Speicher – Netze, Wasser und Umwelttechnik)
  •     Life Science Technologies (Medizintechnik, Biomaterialien, Bio- und Chemische Prozesstechnik)
  •     Aviation and Maritime Systems (Luftfahrttechnik, Logistik und Mobilität, Maritime Systeme und Strukturen

Kooperationsmodell („3+3+x“):

Es werden Wissenschaftsgruppen  (Juniorprofessuren, Laufzeit 2x3 Jahre) eingerichtet.

Das Kooperationsmodell könnte beispielsweise so gestaltet sein, dass die Finanzierung  hälftig erfolgt.

Das „x“ in der Formel beschreibt die nachhaltige Fortführung der Zusammenarbeit etwa dadurch, dass der Kooperationspartner ggf. in die Finanzierung eines Instituts oder einer Stiftungsprofessur für mindestens fünf weitere Jahre eintritt.

Die Ausgestaltung der Kooperation ist flexibel; es sind auch andere kreative Kooperationsmodelle denkbar.

Kooperationsbedingung:

Freiheit von Forschung und Lehre. Diese wird vom Kooperationspartner im auszuhandelnden Kooperationsvertrag zugesichert.

Die Auswahl und Evaluation der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler folgt nach den Richtlinien der TUHH.

Der Kooperationspartner kann an diesen Prozessen mitwirken.

Ansprechpartner für weitere Informationen:

Vizepräsident Forschung
Prof. Andreas Timm-Giel
Tel. : 040/ 42878-3049

Referent Forschung
Dr. Johannes Harpenau
Tel.: 040/ 42878-3574