N O R W E G E N F R A N K R E I C H „Studierende zieht es jedoch auch in weitere Ferne zu unseren Partnern nach Asien, beispielsweise nach China, Japan, Malaysia, Singapur, Taiwan, Thailand, nach Amerika (Kanada, Mexiko, USA), nach Südafrika oder Südamerika.“ EINE MESSE AN DER TU HAMBURG Um es den Studierenden einfacher zu machen, sich zu in- formieren, findet im Mai 2026 zum ersten Mal eine „Study Abroad Fair“ an der TU Hamburg in den Räumlichkeiten des LuK statt. An sogenannten Ländertischen werden ehe- malige Outgoing-Studierende ihre Erfahrungen aus dem Ausland teilen und aktuelle Exchange Incomings von ihren Heimatuniversitäten berichten. Interessierte Studierende können ins Gespräch kommen, sich aus erster Hand Tipps holen, was es bei der Planung eines Auslandsaufenthaltes zu beachten gilt, und sich inspirieren lassen. Zudem wird es Vorträge der Abteilung International Affairs zu den ver- schiedenen Möglichkeiten der Organisation von Studium, Praktikum, Kurzzeitmobilitäten im Ausland und zur inter- kulturellen Vorbereitung geben. T A I W A N Marina Leß kennt die Fragen, die sich die Studierenden am Beginn ihrer Planung stellen. „Am Anfang sollte stets die Auseinandersetzung mit sich selbst stehen“, erklärt sie, „,möchte ich für ein ganzes Jahr ins Ausland, lieber für ein Semester von drei bis fünf Monaten oder doch nur für einen Kurzaufenthalt?“. Die Möglichkeiten sind viel- fältig. Für manche ist es interessant, eine andere Lehrkultur kennenzulernen oder praktische Erfahrungen in einem Betrieb zu sammeln. Auch das Niveau von Sprachkennt- nissen spielt eine wichtige Rolle: Wie kann ich sie vorab verbessern, wenn ich noch nicht über ein B1-Niveau ver- füge, das man beispielsweise für spanischsprachige Länder benötigt? Gibt es ein Land, wo ich schon immer hinwollte, und welche Partnerhochschulen hat die TU Hamburg dort für meinen Studiengang? Wie komme ich an einen Prak- tikumsplatz in Kanada? Was kostet das alles und wie kann ich das finanzieren? All diese Fragen bekommt das Outgo- ing-Team der Abteilung International Affairs regelmäßig gestellt. Die Mitarbeitenden helfen bei der Orientierung, beispielsweise durch Info-Sessions mit anschließender Fragerunde, das Bereitstellen von Erfahrungsberichten von Alumni-Outgoings und die persönliche Beratung in der 4 0 FÖRDERPROGRAMME DER TU HAMBURG Erasmus-Teilstipendium • • • Austauschstudium an europäischen Partnerhochschulen Praktikum in Europa von mindestens zwei Monaten Kurzzeitmobilität von mindestens fünf Tagen an ECIU-Partnerhochschulen (ECIU Challenges) Austauschstudium an Partnerhochschulen außerhalb Europas Promos – DAAD-Teilstipendium • ISAP – DAAD-Vollstipendium • Austauschstudium an der University of California, Berkeley/USA S I N G A P U R und an der University of Waterloo/Kanada EXTERN • • • • • • Auslands-BAföG Diverse DAAD-Stipendien Fulbright-Summer Schools TUHH: www.tuhh.de/international/outgoing Studieren Weltweit: www.studieren-weltweit.de Partneruniversitäten: https://www.tuhh.de/tuhh/en/international/ international-partnerships-and-strategy/study-exchange-partnerships Sprechstunde. Sprachkenntnisse können durch den Besuch von kostenlosen Sprachkursen und Sprachcafés verbessert werden. Ein Auslandsaufenthalt ermöglicht eine Vielzahl an Erfahrungen, die Teilnehmende persönlich wie fachlich bereichern. Auch Herausforderungen müssen gemeis- tert werden, die mit einer unvergesslichen Zeit im Leben belohnt werden! t a v i r p : s o t o F AIKE E I S E LE M E P P LE RK K A M ATZ G O LOVIN N G I L I T A U E N MAIKE EISELE Master Energietechnik, Litauen „Ich habe mich für Litauen entschieden, da dort sehr viele Module sehr gut zu meinem Studiengang gepasst haben. Der Hauptgrund für meine Wahl war aber eigentlich, dass ich unbedingt an einen Ort wollte, wo ich noch nie zuvor war. Da ich vorher noch nie in Litauen oder überhaupt im Baltikum war, fand ich es extrem spannend, mal etwas Neues zu entdecken. Rückblickend war das Auslandssemester in Litauen eine super Erfahrung. Ich hatte eine tolle Zeit und habe viele großartige Leute aus der ganzen Welt kennengelernt. Das Land selbst hat mich positiv überrascht und war als Ausgangspunkt für Reisen einfach ideal. Mein absolutes persönliches Highlight war jedoch der Trip nach Lappland. Die Nordlichter dort live zu sehen, war eine Erfahrung, die ich so schnell nicht vergessen werde.“ Mark Keppie Bachelor Mechatronics, Singapur „Ich fand es spannend, auch aus Europa herauszukommen. Neben gutem Wetter und tollem Essen kommen in Singapur viele kulturelle Einflüsse aus Asien zusammen – nicht zuletzt, weil es auch ein einzigartiger Standort zum Reisen ist. Gleichzeitig ist Singapur sehr zugänglich durch ausgezeichnete Infrastruktur, ein zuverlässiges Gesundheitssystem und Englisch als verwendete Sprache in der Bildung und den größten Teilen des Alltags. Die National University of Singapore (NUS) ist darüber hinaus noch eine renommierte Universität mit einem vielfältigen Kursangebot für Austauschstudierende und für mein Studium. Ich hatte eine tolle Zeit in Singapur. Der Aufenthalt war sicherlich auch nicht frei von Herausforderungen. Wenn man für einen Auslandsaufenthalt aus Europa herauskommen möchte, dann kann ich jedem Singapur nur ans Herz legen: Es ist einerseits neu, weit entfernt und in vielerlei Hin- sicht sehr anders und andererseits sehr zugänglich und gut zu bewältigen.“ Ignatz Golovin Bachelor Wirtschaftsinformationswesen, Macau M A C A U „Für mich war schon zu Beginn klar, dass ich ein Auslandssemester in Ostasien, vor- zugsweise in China, absolvieren möchte. Durch den Besuch der Infosession sowie das Lesen der Erfahrungsberichte in der TUHH-Datenbank entschied ich mich relativ schnell für die Universität in Macau. Insbesondere die günstige Lage in unmittelbarer Nähe zu Hongkong, Shenzhen und Guangzhou sowie das ganzjährig warme Klima haben mich von Macau überzeugt. Der Kontakt zu anderen Studierenden war vor allem durch Gruppenarbeiten und Präsentationen, die in vielen Kursen gemeinsam ausgearbeitet werden mussten, sehr eng. Zusätzlich bin ich dem Ruderverein der MUST beigetreten, bei dem ich wöchentlich trainiert habe und auch an einer Regatta teilgenommen habe. Insgesamt habe ich die Studierenden an der MUST als sehr freundlich und hilfsbereit wahrgenommen, auch wenn häufig eine Sprachbarriere bestand, da viele chinesische Studierende nur begrenzt Englisch sprechen und meine Chinesischkenntnisse ebenfalls nur rudimentär waren. Für mich war die Entscheidung, mein Auslandssemester in Macau zu verbringen, eine der besten meines Studiums.“ 4 1