Nachwuchscampus

Mit Schul-Unternehmenskooperationen für MINT*-Berufe begeistern

(*MINT = Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik)

Der Nachwuchscampus ist ein Kooperationsprojekt des Wirtschaftsvereins für den Hamburger Süden, der Kinderforscher an der TUHH, der beteiligten Schulen und Unternehmen. Mit diesem Projekt sollen Schüler der Mittelstufe von Gymnasien und Stadtteilschulen durch aktive Beteiligung vor und bei Unternehmensbesuchen für Berufspraktika und Ausbildungen/Studiengänge im MINT-Bereich interessiert werden. Im Schuljahr 2016/2017 wird das Projekt mit 20.000 Euro durch die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation gefördert.





Projektablauf

  1. Recherche zu den Produkten, Verfahren, Berufsbildern usw. im Kooperationsunternehmen
  2. Experimente motivieren, berufliches Interesse am Kooperationsunternehmen zu entwickeln.
  3. Vorbereitung einer Schülerpräsentation beim Unternehmensbesuch zur Festigung der Inhalte.
  4. Unternehmensbesuch: Präsentationsauftakt durch die Schüler. Anschließend motiviert das Unternehmen handlungsorientiert für seine Arbeitswelt.
  5. Praktische Experimente in der Schule festigen und vertiefen die Unternehmenserfahrung.
  6. Bei einer regionalen Abschlussfeier von Schülern für Schüler präsentieren die Schüler an Ständen ihre Unternehmenskooperation und lernen die Kooperationsfirmen der anderen Schulen kennen.

Aktuelles: Berufsorientierungs-Event/Abschlussfeier am 27.03.17

Hier geht's zur Berichterstattung inklusive Fotos und Filmen.

 

Beteiligte Schulen und Unternehmen 2016/2017:

Inhalte der Kooperationen

Bitte anklicken, um Näheres zu erfahren

Goethe Schule Harburg - Aug.Prien

Vorbereitung in der Schule:
- Zum Thema Bauchemie führen die Schüler zwei von Kinderforscher an der TUHH vorbereitete Experimente durch: „Welcher Mörtel trocknet wo? (an der Luft, unter Wasser, unter Luftausschluss)“ und „Wie wirken Zusatzmittel auf Beton?“, sowie von Frau Zander „Kalkbrennen & Kalklöschen“.
Mit einer Internetrecherche zum Bauunternehmen Aug. Prien und berufsorientierenden MINT-Broschüren bereiten die Schüler Plakate für den Unternehmensbesuch vor.
Kooperation mit dem Unternehmen Aug. Prien
- Die Schüler besuchen den Hauptsitz des Unternehmens und halten dort vor Betontechnologie-Leiter Herrn Krischik und weiteren Mitarbeitern Vorträge zum Unternehmen, zum Ergebnis ihrer Experimente und zu den Ausbildungsberufen bei Aug.Prien.
- Anschließend erfahren sie etwas über die Schalungsarbeiten an einer aktuellen Baustelle.
- Auf dem Bauhof sehen sie, wie Beton mit Additiven vermischt wird, um die Konsistenz einzustellen, und wie anschließend das Ausbreitmaß gemessen wird.
- In der Betonprüfung messen sie die Druckfestigkeit, die Wassereindringtiefe unter Druck und die Spaltzugfestigkeit.

Friedrich-Ebert-Gymnasium - Aurubis

Vorbereitung in der Schule:
In der Schule recherchieren die Schüler zu verschieden Themen im Zusammenhang mit der Firma Aurubis:
- Rohstoffe
- Produktionsverfahren
- Produkte
- Berufe
Sie experimentieren zu den Themen Kupferherstellung aus Kupferoxid, Elektrolyse und Kupferrecycling.

Kooperation mit Aurubis
Zu Beginn des Werksbesuchs präsentieren die Schüler ihre Besuchsvorbereitung in einer selbst erstellten Unternehmenspräsentation. Herr Hoppe, Ausbilder bei Aurubis, gibt Feedback zu den Schülerpräsentationen und erzählt vom Bewerbungsprozess für die verschiedenen Berufe bei Aurubis. Bei einer Werksführung erleben sie den Weg des Kupfers vom Kupferschrott (einem der Rohstoffe), über das Anodengießen bis zur Elektrolyse.

Bonifatiusschule - Hamburg Wasser

Vorbereitung in der Schule:
- Die Schüler recherchieren zu den Themen Wasser, Abwasser und den Berufen bei Hamburg Wasser und erstellen hierzu Präsentationen.
- Sie untersuchen verschiedene klare Flüssigkeiten auf Aussehen, Geruch, Mischbarkeit mit Wasser und pH-Wert.
- Mit Filtern aus Kies, Sand und Aktivkohle reinigen sie verschmutztes Wasser.

Kooperation mit Hamburg Wasser
- Im WasserForum bekommt die Klasse eine lebendige Führung zu den Themen Wasserversorgung früher und heute, Geologie und Gewässerschutz, Wassergewinnung sowie Abwasseraufbereitung.
- Im Workshop „Die Entsiegler von Hamburg – freie Wege für das Wasser“ erfahren die Schüler durch Experimente, warum es wichtig ist, den Boden nicht zu stark zu versiegeln (=zu bebauen) und wie die Bebauung in Städten mit Hochwasserschutz zusammenhängt.
- In einer Führung durch das Wasserwerk Billbrook verfolgen die Schüler die Aufbereitung vom Grundwasser über das Rohwasser zum Trinkwasser und erfahren von Auszubildenden Einzelheiten zu den Berufen Industriekauffrau, Elektroniker und Industriemechaniker.
- Im Klärwerk Köhlbrandhöft erfahren sie, wie das gesamte Abwasser Hamburgs gereinigt wird und präsentieren ihre Vorträge zu Themen rund um das Unternehmen HAMBURG WASSER.

Goethe Schule Harburg - Hobum Oleochemicals

Vorbereitung in der Schule:
Durch folgende Experimente gewinnen die Schüler Pflanzenöle:
- Zerkleinern und Zerdrücken von Rapssamen, Sojabohnen, Sonnenblumen- und Walnusskernen
- Pressen von Sonnenblumenkernen mit Knoblauch- und Beerenpressen

Die Schüler erstellen eine Präsentation zu ausgewählten Themen der Pflanzenölgewinnung, chemischen Berufen (Chemikant/in, Chemielaborant/in, Chemiker/in, Verfahrenstechnik/in) und dem Unternehmen HOBUM, das aus Pflanzenölen Chemikalien herstellt.

Kooperation mit dem Unternehmen Hobum
Die Schüler halten ihre Präsentation vor der Firmenleitung und weiteren Mitarbeitern. Im Vortrag eines Chemikers erfahren sie mehr über Pflanzenöle und Produkte daraus.
- In zwei Gruppen besuchen die Schüler die Produktion.
- Im Labor sehen sie, wie unterschiedliche Schäume, z.B. für die Verwendung in Matratzen, hergestellt werden.

Gymnasium Süderelbe - Mankiewicz Farben und Lacke

Vorbereitung in der Schule:
- Um möglichst viel aus dem Betriebsbesuch bei Mankiewicz mitnehmen zu können, bearbeiteten die Schüler vorweg das Chemie-Rahmenplan-Thema „Wege vom Konzept zur Synthese und vom Rohstoff zum Produkt z.B. Farbstoffe“.
- Sie erstellten zudem eine Präsentation zur Firmengeschichte, den Produktionsprozessen, den Lackanwendungsbereichen sowie über die Ausbildungsberufe bei Mankiewicz.

Kooperation mit dem Unternehmen Mankiewicz
Zu Beginn des Betriebsbesuchs präsentierten die Schüler ihre spannende Präsentation über die Firma. Das anschließende aktive Programm der Auszubildenden von Mankiewicz veranschaulichte den Schülern die Berufe im Labor, der Produktion und der Anwendungstechnik. Zwischendurch gab es stets die Möglichkeit für den Austausch von Fragen und Erfahrungsberichten zwischen den Schülern und Azubis. Die praktischen Highlights und vorgestellten Ausbildungsberufe des Tages waren:
- Lacklaborant: Lacke auf Qualität/Beständigkeit prüfen im Labor
- Chemikant: Unternehmensführung von der Warenanlieferung, durch die Produktion bis zum automatisierten Hochregallager und dem Versand
- Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik: Praktische Anwendung/Lackieren in der Lackierkabine

Stadtteilschule Süderelbe - Mercedes-Benz Werk Hamburg

Vorbereitung in der Schule:
Die Schüler bauen ein Modellauto mit Elektroantrieb und Solartankstelle. Bestandteil des Autos ist eine Bodenplatte, die sie durch Sägen, Feilen und Bohren aus einer Hartfaserplatte herstellen. Außerdem erstellen sie Plakate über Mercedes-Benz und die Berufe Industrie- und Werkzeugmechaniker.

Kooperation mit dem Mercedes-Benz Werk Hamburg
Zu Beginn des Schülerbesuchs stellen die Schüler ihre Plakate vor. Anschließend zeigen zwei Auszubildende, wie sie Bodenplatten für die Autos aus Stahlblech herstellen, zum einen von Hand und zum anderen mit einer CNC-Fräse.
Die CNC-Fräse ist schneller und genauer. Allerdings dauert die Vorbereitung (Planung, Bau einer Vorrichtung, Programmierung) ca. 1 Woche!
- Bei einem Rundgang durch die Lehrwerkstatt erhalten die Schüler weitere Einblicke, z. B. in die Pneumatik.
- Als Andenken erhält jeder Schüler eine Metall-Bodenplatte für sein Auto.

Stadtteilschule Süderelbe - Shell Technology Centre Hamburg

Vorbereitung in der Schule:
In der Schule recherchieren die Schüler zu den Themen Erdölförderung, Erdöl, das Unternehmen „Shell“ und „MINT-Berufe im Unternehmen“. Anschließend erstellen sie hierzu eine Präsentation. In der praktischen Vorbereitung lernen sie die Destillation als Trennverfahren kennen.

Kooperation mit dem Shell Technology Centre Hamburg
Tag 1:
Im Labor führen die Schüler eine fraktionierte Destillation von synthetischem Rohöl durch.
Tag 2:
Die Schüler halten ihre Unternehmensvorträge und der Ausbilder, Herr Rieck, gibt Feedback. Im Gespräch mit Chemikanten-, Chemielaboranten- und Kraftfahrzeugmechatroniker-Auszubildenden erfahren die Schüler Details zur Ausbildung und zum Bewerbungsverfahren. Anschließend erhalten sie Einblicke in einzelne Bereiche des Forschungszentrums: Die Wagenhalle, in der Autos für Motorentests vorbereitet werden, sowie das Informationszentrum für Kraft- und Schmierstoffadditive.

Alexander-von-Humboldt Gymnasium - Backhaus Wedemann

Vorbereitung in der Schule:
In der Schule recherchieren die Schüler zur Firma Backhaus Wedemann sowie zu Herstellungsverfahren, Maschinen und Berufen in einem Backhaus und in den Zulieferfirmen. Sie führen vier Experimente vorbereitend zum Backhausbesuch durch:
1. Vom Korn zum Mehl - Getreide unter der Lupe/dem Mikroskop
2. Mehl und Wasser - Quellverhalten verschiedener Mehlsorten
3. Versuchsreihe Hefe - Was bringt die Hefe im Teig zum Gehen?
4. Physik des Teiges - Kleber macht Teig elastisch

Kooperation mit dem Backhaus Wedemann
- Beim Besuch präsentieren die Schüler ihre Vorbereitung und erhalten Feedback von Unternehmenschefin Frau Wedemann.
- In der Backstube werden drei verschiedene Brötchenrezepturen zubereitet: je ein Teig ohne Hefe, mit der üblichen und mit der fünffachen Hefemenge.
- Während die Brötchen backen, üben die Schüler Brezeln und Zöpfe zu formen.
- Nach dem Backen untersuchen die Schüler die Brötchen: Welchen Einfluss hat die unterschiedliche Hefemenge auf das Aussehen, den Geschmack und die Konsistenz der Brötchen?
- Bei einem Rundgang durch Backstube und Konditorei erfahren sie einiges über die Berufe und Abläufe in einer Großbäckerei.



Heisenberg Gymnasium - smaato

Vorbereitung in der Schule:
- Die Schüler lernen Webseiten und Apps zu programmieren, und erfahren, wie sie sich durch Werbung finanzieren können. Wie erreicht Mobile-Werbung gezielt bestimmte Nutzer-gruppen? Das ist das Fachgebiet von Smaato, das dafür einen Online-Auktionsplatz anbietet.
- Beim Besuch eines Gründerteams von „Menuskope“ in der Schule lernen sie den Weg von der Idee zur App kennen.
- Mit einer Internetrecherche zum Unternehmen Smaato, Mobile-Werbung, „Real Time Bidding“ und Berufen in der IT- Branche bereiten die Schüler Vorträge vor.

Kooperation mit dem Unternehmen Smaato
Die Schüler besuchen das deutsch-amerikanische IT-Unternehmen und bekommen dort einen Eindruck, wie eine nach Feng-Shui gestaltete Arbeitsumgebung die Mitarbeiter zu Kreativität und Zusammenarbeit inspirieren kann. Vor leitenden Mitarbeitern des Unternehmens halten die Schüler ihre Präsentationen. Petra Vorsteher, Co-Gründerin und CAO von Smaato, sowie Marketing-Chefin Susanne Thompson geben Feedback und vertiefendes Know-How. Drei Entwickler von Smaato berichten von ihrem Werdegang.
Nach dem Unternehmensbesuch versuchen die Schüler, ihr eigenes Online-Auktionssystem zu programmieren.

Heisenberg Gymnasium - Merck

Vorbereitung in der Schule:
- Im Rahmen des „Spark“-Nachwuchsprogrammes extrahieren die Schüler DNA aus ihrer Mundschleimhaut, angeleitet von Merck-Mitarbeitern. Hintergrund ist, dass das Werk in Hamburg Chemikalien zur Herstellung von DNA-Ketten produziert.
- Des Weiteren führen sie Chromatografie-Experimente durch.
- Mit einer Internetrecherche zum Unternehmen und den Berufen dort bereiten die Schüler Vorträge vor.

Kooperation mit dem Unternehmen Merck
- Die Schüler besuchen das Unternehmen und halten dort ihre Präsentationen, zu denen sie Feedback vom Forschungs- und Entwicklungsleiter Dr. Leuck bekommen. Anschließend stellt Werksleiter Dr. Wolter das Unternehmen vor.
- Im Labor trennen sie einen grünen Farbstoff mit Hilfe von Säulen- und Dünnschicht-Chromatographie auf.
- Bei einer Werksführung sehen sie die Produktionsanlagen und Analysegeräte.
- In Gesprächen mit Mitarbeitern erfahren sie Details über die Berufe Chemiker,  Chemikant und Chemielaborant.