Entwicklung eines Konzeptes für die effiziente energetische Nutzung alternativer Biomassen mit dem Schwerpunkt Mikroalgen

Auftraggeber/Fördergeber: Hansestadt Hamburg, E.ON Hanse AG
Projektpartner: TUHH, E.ON Hanse AG
Projektumfang: 64 Wissenschaftlermonate
Laufzeit: 08/2008 - 12/2013

Aufgrund des stetig steigenden Energiebedarfs und der Bemühungen, die Emissionen von Treibhausgasen zu reduzieren, haben nachwachsende Rohstoffe, Biodiesel und Bioethanol längst Einzug in die Energiemärkte gehalten. Der Einsatz biogener Materialien als Energieträger kann jedoch nur dann als sinnvoll erachten werden, wenn es gelingt, diese nachhaltig bereit zu stellen. Die Produktion von Energiepflanzen wie beispielsweise Raps, Mais oder Zuckerrüben bringt zweifelsohne ökonomische Vorteile mit sich, die Aspekte Umweltverträglichkeit und Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion sind hingegen häufig als kritisch zu betrachten. In diesem Kontext ist in den vergangenen Jahren das Interesse an der Verwendung von Mikroalgen als hocheffizientem Energieträger stark gestiegen. Durch die Möglichkeit der Kultivierung in autarken Reaktoren können Mikroalgen auch dort kultiviert werden, wo der Anbau konventioneller Agrarpflanzen nicht möglich ist. Die Algenkultivierung in Photobioreaktoren steckt im Vergleich zur Reife anderer Verfahren jedoch noch in den Kinderschuhen und der Gesamtpfad bis zur Herstellung hochwertiger Energieträger wurde bislang noch nicht demonstriert.  
Das Ziel des Kooperationsprojektes zwischen dem Institut für Umwelttechnik und Energiewirtschaft und der E.ON-Hanse AG besteht in der Entwicklung eines Konzeptes für die effiziente energetische Nutzung alternativer Biomassen. In weiteren Schritten soll eine Algen-basierte Prozesskette entwickelt werden, die mit Rauchgas als C-Quelle beginnt und der Erprobung hochwertigen Kraftstoffs, Farbstoffen oder Futtermitteln endet. Zur Optimierung von Wertschöpfungskette und Umweltbilanz schließt das integrierte Konzept die vollständige Nutzung aller Nebenprodukte in hochwertigen Anwendungen ein. Die Ergebnisse liefern die Grundlage für die technische Auslegung zukünftiger Anlagen.