Mikroalgen als nachhaltige energetische und stoffliche Ressource

(Teil-)Projektleitung/Mitarbeit:Prof. Dr.-Ing. Kerstin Kuchta
Nils Wieczorek, Hannah Boysen, (Ehemalige: Stefanie Brandt, Mario Kindling, Sergej Wilhelm)
Ansprechpartner:Nils Wieczorek
Institutsteil:Prof. Dr.-Ing. Kerstin Kuchta
Auftraggeber/Fördergeber:HanseWerk AG (vormals E.ON Hanse AG)
Projektpartner: HanseWerk AG, Subitec GmbH, Universität Hamburg
Projektumfang:2.500.000 €
Laufzeit:10/2008 – 12/2017

Seit Gründung des Innovationsstandortes Hamburg-Reitbrook im Jahr 2008 initiiert und bearbeitet das Institut für Umwelttechnik und Energiewirtschaft gemeinsam mit der HanseWerk AG Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Bereich der Mikroalgenbiotechnologie. Das Ziel derzeitiger Aktivitäten ist die Entwicklung von Prozessen und Verfahren zur Etablierung von Mikroalgen als zukunftsfähige natürliche Ressource für die stoffliche und energetische Nutzung. Die Schwerpunkte werden hierbei auf die Kultivierung von Mikroalgen, das Downstreamprocessing sowie die Nutzung von Neben- und Reststoffströmen gelegt. Die Kultivierung erfolgt in erster Linie in Freilandsystemen um die erzielten Ergebnisse auf kommerzielle Produktionsanlagen übertragen zu können. Je nach Fragestellung und angestrebtem Zielprodukt kann hierbei auf unterschiedliche Systeme wie Raceway-Ponds oder FPA-Reaktoren (Flat Panel Airlift) zurückgegriffen werden. Zudem stehen unterschiedliche Systeme im Labormaßstab zur Verfügung die zur Stammhaltung und vorbereitenden Untersuchungen eingesetzt werden können. Im Bereich Downstreamprocessing bearbeitet das IUE in erster Linie Fragestellungen im Bereich der Algenernte und Aufbereitung sowie der Extraktion und Aufreinigung spezifischer Inhaltsstoffe wie Fettsäuren, Pigmente oder Proteine. In weiteren Schritten können diese Produkte mittels analytischer Verfahren charakterisiert und nachgewiesen werden. Zur Optimierung von Wertschöpfungskette und Umweltbilanz wird für die zu entwickelnden Prozesse die vollständige Nutzung aller Neben- und Reststoffströme berücksichtigt.