Entwicklung standardisierter Inokula für die Durchführung von Biogasbildungspotentialbestimmungen

(Teil-)Projektleitung/Mitarbeit:Prof. Dr.-Ing. K. Kuchta

J. Heerenklage, I. Atamaniuk, M. Abis,

Ehemalige: D. Rechtenbach, T. Voss, K. Sahm,

I. Röske, T. Rehn, G. Antranikian

Ansprechpartner:J. Heerenklage
Auftraggeber/Fördergeber:FNR (Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe)
Projektpartner:Institut für Technische Mikrobiologie, Technische Universität Hamburg
Projektumfang:323.600 €
Laufzeit:09/2014 - 11/2017

In anaeroben Untersuchungen zur Überprüfung der biologischen Abbaubarkeit unterschiedlicher Substrate werden Inokula eingesetzt, um die für den anaeroben Abbau erforderliche Biomasse bereitzustellen. Diese Inokula enthalten eine Vielzahl unterschiedlicher mikrobieller Arten, sind aber bisher nicht standardisiert worden, sondern unterscheiden sich in ihrer Herkunft und Zusammensetzung und damit auch in ihrer Abbauaktivität. Darüber hinaus sind diese Inokula nur begrenzt lagerfähig und können ihre Eigenschaften (evtl. Stoffwechselleistungen) durch Änderung in der mikrobiellen Zusammensetzung verändern. Daraus entsteht das Problem, dass Ergebnisse aus verschiedenen Untersuchungen möglicherweise nicht miteinander verglichen werden können. Die Bewertung der biologischen Abbaubarkeit und des Biogasbildungspotentials einzelner Substrate ist jedoch von großer Bedeutung.

Ziel des Projektes ist es, Grundlagen für die Entwicklung und Produktion anaerober Inokula unter standardisierten Rahmenbedingungen zu erarbeiten und deren Umsetzung aufzuzeigen. So soll durch eine optimierte Kombination verschiedener Konservierungsmethoden ein lagerfähiges Inokulum gewonnen werden, welches reproduzierbar stabil in Biogaspotentialbestimmungen eingesetzt werden kann. Dieses standardisierte Inokulum soll primär durch die Methodik der Gefriertrocknung (sog. Lyophilisierung) gewonnen werden. Die Standardisierung und Entwicklung einer Inokulabank wird zur Harmonisierung der unterschiedlichen Untersuchungsmethoden beitragen.