Aufschluss, Trennung und Rückgewinnung von ressourcen-relevanten Metallen aus Rückständen thermischer Prozesse mit innovativen Verfahren - ATR

(Teil-)Projektleitung/Mitarbeit:Prof. Dr.-Ing. Kerstin Kuchta
Verena Enzner
Ansprechpartner:Verena Enzner
Institutsteil:Prof. Dr.-Ing. Kerstin Kuchta
Auftraggeber/Fördergeber:Stadtreinigung Hamburg / BMBF
Projektpartner:Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung (BAM), TARTECH Eco Industrie GmbH, Fraunhofer UMSICHT, Stadtreinigung Hamburg (SRH), Berliner Stadtreinigung (BSR), Helmholtz Zentrum Geesthacht, Universität Duisburg-Essen, LMU München, SpiCon GmbH
Projektumfang:18 Wissenschaftlermonate
Laufzeit:07/2012 - 06/2015

 

Um die Rückgewinnung von Metallen aus Aschen und Schlacken zu steigern, wird ein innovatives, mehrstufiges Aufschluss-, Trennungs- und Rückgewinnungsverfahren (ATR) etabliert. Dabei werden die mineralischen Verbunde aufgeschlossen und die metallischen Anteile weitgehend freigelegt, so dass auch feinste Metall-Partikel (<1,0 mm) hocheffizient abgetrennt werden können. Das mineralische Material enthält weiterhin vorwiegend oxidisch gebundene Metalle. Um diese zurückzugewinnen werden u. a. hydrothermale und enzymatische Verfahren sowie Flotation eingesetzt. Die Verwertung der generierten Metallfraktionen wird ebenfalls untersucht.
Eine großtechnische Anlage wird auf der Deponie Damsdorf im Kreis Segeberg errichtet und mit Schlacken aus der Stadt Hamburg beschickt. Gegenüber der konventionellen Technologie soll sich die Menge der zurückgewonnenen Metalle verdoppeln. Zudem wird eine größere Menge bereits gealterter Schlacke aus Berlin aufbereitet, um das Potential von Landfill-Mining abzuschätzen und um die bodenmechanischen Eigenschaften der resultierenden mineralischen Fraktion z.B. für die Verwertung im Deponiebau zu beurteilen.
Das Institut für Umwelttechnik und Energiewirtschaft der TUHH ist in diesem Projekt Unterauftragnehmer der Stadtreinigung Hamburg. Im Rahmen der vereinbarten wissenschaftlichen Begleitung erstellt das IUE eine fundierte Bilanzierung und Bewertung der verschiedenen Schlackeaufbereitungsschritte, spezifisch für Hamburger Abfälle. Hierbei werden die folgenden Aufgaben bearbeitet:

  • Ermittlung der Metallanteile im Hamburger Abfall der letzten 10 Jahre
  • Bewertung der Schlackebehandlungstechnik über die letzten 10 Jahre in Bezug auf Ressourceneffizienz und Klimaschutzaspekte
  • Prognose der Metallgehalte und des Ressourcenpotenzials der Deponie Damsdorf
  • Analytische Begleitung der Aufbereitung auf der Deponie Damsdorf
  • Abschließende Bilanzierung der Aufbereitungsprozesse im ATR Projekt mit Bezug auf die Hamburger MVA Schlacken

Weitere Informationen unter: http://www.r3-innovation.de/de/15424