Polymerrecycling

Aufgrund ihrer vielfältigen Materialeigenschaften sind Kunststoffe vielseitig einsetzbar. Der zunehmende Gebrauch geht einher mit steigenden Abfallmengen. Gemäß deutschem und europäischem Recht sollen Verpackungen und ihre Abfälle vermieden, zur Wiederverwendung vorbereitet oder recycelt werden.


Die noch immer nur schwach ausgeprägte Kreislaufführung durch nicht angepasste und nicht entwickelte Prozesse im Kunststoffrecycling stellt eine Herausforderung für Wissenschaft und Praxis dar. So wurden in 2015 in Deutschland mehr als 50% der Kunststoffe als Ersatzbrennstoffe eingesetzt.


Um die Kreislaufführung von Kunststoffen zu fördern, ist das PRE-Lab der Gruppe Abfallressourcenwirtschaft der TUHH auf folgende Forschungsthemen tätig:

  1. Die Untersuchung und Bewertung der gebrauchten und recyclierten Polymer-Materialien.
  2. Die Untersuchung der chemischen Eigenschaften und der Einflüsse von Verunreinigungen im Recyclingprozess von Kunststoffen.

Die Degradation der Kunststoffe sowohl mechanisch und physikalisch wird unter Nutzung der NIR (Nahinfrarotspektroskopie), der Elektronenmikroskopie und den chemischen Analyse bestimmt. Darüber hinaus entwickelt das PRE-Lab innovative verfahrenstechnische Prozesse zur Wiederverwertung von Kunststoffen.


Einen weiteren Schwerpunkt des PRE-Labs stellt die Schadstoffbildung im Recyclingprozess dar. Insbesondere der Gehalt neu gebildeter PAKs (polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe) und der Einfluss der Recyclingtechnologie auf den PAKs Gehalt werden untersucht.


Ziel der Forschung ist die Identifikation und Entwicklung von Methoden und Prozessen zur Kreislaufführung von Kunststoffen.


Leitlinie dabei ist es, das Verständnis bezüglich der Herausforderungen und Grenzen des Kunststoffrecyclings zu vertiefen, um so die Recyclingquoten zu steigern.

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