Aktuelles

24. Februar 2020: Kooperative Zuckerbereitstellung aus Weizenstroh

Das Institut für Thermische Verfahrenstechnik der TUHH hat diesen Monat mehrere hundert Liter Weizenstroh-Hydrolysat hergestellt, aufbereitet und vorkonzentriert. Die so erhaltene Zuckerlösung wurde zum Projektpartner Fraunhofer CBP in Leuna transportiert, um es an den dortigen größeren Pilotanlagen schonend zu einem konzentrierten Sirup einzudampfen. Dieser strohbasierte Zuckersirup steht nun für Verwertungs-Experimente zur Verfügung, zum Beispiel als Substrat für Fermentationsversuche am Institut für Bioprozess- und Biosystemtechnik der TUHH.

Im Zuge eines zeitgleichen Besuchs, wurde einer Gruppe der Wissenschaftler von der TUHH die Pilotanlagen und Einrichtungen der Fraunhofer CBP vorgestellt. In anschließenden Projektgesprächen wurden weitere Versuche an den Pilotanlagen in Leuna geplant.

 

 

28. November 2019: Vorversuche zum Bau einer kontinuierlichen Anlage beim Dosierspezialisten Schenck in Darmstadt

Herr Häring, Herr Schnautz von Mothes HDT und Herr Conrad (TUHH-TVT) konnten erfolgreiche Vorversuchen der Firma Schenck Process Europe GmbH in Darmstadt begutachten und dokumentieren. Die massenstromgeregelte Dosierung des kohäsiven feuchten Weizenstrohs wurde erfolgreich demonstriert. Das ist ein wichtiges Ergebnis für die Auslegung einer kontinuierlichen Laboranlage für die Hydrothermale Fraktionierung einjährlicher Lignocellulose.

 

29. Oktober 2019: Konsortial-Treffen mit allen ELBE-NH Projektpartnern und PTJ

An der TUHH sind die Projektpartner zusammengekommen, um über die Fortschritte aus den Arbeitspacken zu berichten und sich über die nächsten Schritte zu beraten. Frau Sender und Herr Aslan vom Projektträger Jülich (PTJ) sind als Gäste angereist und haben eine Führung durch die Labore der projektbeteiligten TUHH-Institute erhalten.

 

18.September 2019: Die TUHH besucht KNAUER in Berlin

Vom 26.08.-29.08.2019 besuchten Alexander Beckendorff und Stanislav Parsin der TUHH-IUE den Projektpartner KNAUER. Dort  wurde zunächst eine Geräte- und Software Schulung und anschließend eine Chromatogaphie-Methoden Entwicklung für das Projekt „ELBE-NH“ durchgeführt. Das in Hamburg erzeugte Extrakt der Pflanze „Durchwachsende Silphie“ wurde mittels size exclusion und reversed phase Chromatographie untersucht.

Die Ergebnisse aus den chromatographischen Analysen sind ein weiterer Hinweis auf die Existenz und Extrahierbarkeit von Fructanen in der Durchwachsenen Silphie.

 

15. Mai 2019: Lignopure gewinnt zweiten Platz im Hamburg Future Award 2019 und ist Teilnehmer im YES!Delft DSM-Validation Lab

Joana Gil und Wienke Reynolds, Kolleginnen des Instituts für Thermische Verfahrenstechnik sind mit der Start-up Idee „Lignopure“ erfolgreich.  Lignopure GbR hat seine Wurzeln im Vorgänger-projekt „Bioraffinerie 2021“ des BMBF. Gemeinsam mit dem Industriepartner tesa – SE wurden ultrafeine Ligninpartikel aus Weizenstroh gewonnen, welche sich als Additive in Klebefilmen, aber auch in Aerogelen, als Polymerblends und als Pharmaträger einsetzen lassen.

LignoPure wurde für das YES!Delft/DSM Validation Lab in den Niederlanden ausgewählt. Das Programm ermöglicht die Teilnahme an einem 10-wöchigen Workshop zur Weiterentwicklung des Geschäftmodells. Dies ist ein weiterer Schritt in Richtung einer volkswirtschaftlich finanziell profitablen Verwertung der langjährigen Lignin-Expertisen an der TUHH.

 

7. Mai 2019: Durchwachsene Silphie wächst heran

Die „Durchwachsene Silphie“ (Silphium perfoliatum), eine für den Projektpartner Verbio (Herr Schlimbach, Herr Lennart Andersen) interessante Alternative zum Energiemais bzw. Stroh bei der Biogas-Gewinnung, ist neben den Mehrjahreshölzern ein weiterer Kandidat in den Untersuchungen des ELBE-NH- Projektes. Das Konsortium ist nun auf der Suche nach Anbaugebieten fündig geworden. Über den Saatgut-Hersteller Donau-Silphie kann voraussichtlich ab Ende Mai die erste Probe der dann bereits 1,20 m hohen Pflanzen abgeerntet und hydrolysiert werden.

 

7. Mai 2019: Jetzt auch mit Heißdampf

Die 3 Liter Hydrolyse-Anlage im Technikum des Instituts für Thermische Verfahrenstechnik ist nun auch für den Heißdampfbetrieb einsatzbereit. Ein Dampferzeuger (Leihgabe der Coffein Compagnie Bremen), wurde eingesetzt. Durch die Maßnahme lassen sich nunmehr verschiedene Hydrolyseverfahren in derselben Installation testen.

 

2. April 2019: Planungen zur kontinuierlichen Hydrolyse

Herr Marc Conrad, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Thermischen Verfahrenstechnik, war bei Mothes-Hochdrucktechnik, Berlin zu Gast, dort wurde zusammen mit Herrn Wilhelm, Herrn Häring und Herrn Schnautz das Concept Design für eine kontinuierliche Hydrolyseanlage im Technikumsmaßstab begonnen.

 

11. März 2019: Wertstoffe aus Pflanzenresten – Bioraffinerie für eine nachhaltige Wirtschaft basierend auf innovativer Verfahrenstechnik

https://intranet.tuhh.de/aktuell/pressemitteilung_einzeln.php?id=11980&Lang=de

 

1. Februar bis 1. März 2019: Alexander Beckendorff, Stanislav Parsin und Wael Sabra kommen ins Projektteam

In der Koordination und den Einzelinstituten werden die letzten Vorbereitungen und Formalia für einen reibungslosen Projektbeginn unternommen.

Bei den Instituten Umwelttechnik und Energiewirtschaft (Prof. Kaltschmitt) nahmen die Mitarbeiter Alexander Beckendorff und Stanislav Parsin ihre Tätigkeiten auf. Herr Parsin befasst sich mit der Aufreinigung der Zuckerlösungen sowie deren Wirtschaftlichkeit, Herr Beckendorff, unterstützt durch Herrn Zimmermann arbeitet sich in die komplexe chromatographische Analytik der C6 und C5-Komponenten sowie der Fruktane ein. Wir freuen uns über die Unterstützung der Firma Knauer, Berlin.

Dr. Wael Sabra bringt seine Erfahrungen bei der Fermentation und in der In Situ Säure-Entfernung (ISSE) am Institut für Bioprozess und Biosystemtechnik (Prof. Zeng) ein, Ziel ist die optimierte Milchsäure- und Propionsäureherstellung.  Das Institut wird hierbei von den Experten von CENTIV GmbH, Syke, unterstützt.