HANNES (HAmburger ANatomisches NEurointerventionelles Simulationsmodell)

Das neurointerventionelle Trainingsmodell HANNES (HAmburger ANatomisches NEurointerventionelles Simulationsmodell) bietet eine Vielzahl von verschiedenen Verwertungspotentialen und kann unter anderem für die Aus- und Weiterbildung von Medizinern in der minimalinvasiven Katheterbehandlung von Gefäßkrankheiten wie Aneurysmen (Aussackung der Gefäßwand) genutzt werden. Dabei sollen die bisher für Behandlungstrainings und Schulungen verwendete Tierversuche ersetzt und durch die Nachstellung aller relevanter Gefäße eine realitätsnähere Abbildung der menschlichen Anatomie ermöglicht werden. Für das neurointerventionelle Trainingsmodell ist eine modulare Produktarchitektur entwickelt worden, mit der durch die Kombination von standardisierten mit varianten und individualisierten Modulen verschiedene Trainingsszenarien    abgebildet werden können. Ein Hauptaugenmerk liegt auf der Integration von patientenspezifischen und individualisierten Geometrien. Patientenspezifische Aneurysmamodelle werden auf Grundlage von medizinischen Bilddaten von Patienten in einem standardisierten Individualisierungsprozess additiv gefertigt. Dadurch konnte bereits ein Portfolio unterschiedlichster Aneurysmageometrien aufgebaut werden.

 

Technische Spezifikationen:

  • Produktplattform als Basis 
  • Integration von patientenspezifischen Aneurysmamodellen
  • einstellbare Temperatur (bis 45°C)
  • einstellbarer Puls (0 bis 150 bpm)
  • einstellbarer Volumenstrom
  • Messung des Volumenstroms durch die cerebralen Gefäße

 

Die Entwicklung des neurointerventionellen Trainingsmodells wird im Rahmen des Projekts ELBE-NTM von Juni 2016 - Mai 2019 durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der BMBF-Fördermaßnahme „Alternativmethoden zum Tierversuch“ gefördert.