SmartYard

Projektinhalte und Arbeitspakete

Motivation und Ausgangssituation

Für die maritime Industrie in Norwegen besteht die Herausforderung, eine Effizienzsteigerung und Kostenreduktion in der Schiffsproduktion zu erwirken und zeitgleich veränderte Arbeitsprozesse durch eine zunehmende Verschiebung des Produktschwerpunktes von Spezial- zu Passagierschiffen einzuführen. Die Notwendigkeit zur Veränderung der Prozesse birgt zugleich die Chance die technologischen Vorteile der Digitalisierung in neuen Prozessen optimal zu integrieren.

Das von Møreforsking Molde koordinierte Forschungsprojekt SmartYard zielt auf eine Digitalisierung der Projektplanung und -steuerung im norwegischen Schiffbau ab. Die Integration von Augmented Reality, digitalen Informations-Assistenzsystemen und dem Konzept des Operator 4.0 sind dabei der Schlüssel zu angestrebten Prozessverbesserungen in der Produktion. Den Mitarbeitern wird dadurch ermöglicht, die Informationen der Projektplanung mit einer optimalen Verfügbarkeit und leicht verständlichen Darstellungsform nutzen zu können.

Zusammenfassung der geplanten Ziele und Lösungsschritte

Das IPMT entwickelt und erprobt in einem Arbeitspaket zum Thema "Optimale Arbeitsprozesse durch digitale Visualisierungslösungen ermöglichen" einen digitalen Informationsassistenten (DIA), welcher als Kernkomponente die Visualisierung von Informationen mittels Augmented Reality umsetzt. Dazu werden zunächst in einer Analyse der Ist-Prozesse bei den Projektpartnern, unter Anwendung der am IPMT entwickelten Methoden der Produktivitätsmessung, potentielle Anwendungsfälle ermittelt. Ein Fokus liegt dabei, ausgehend von Erkenntnissen vorhergehender Forschungsprojekte, auf den Informationsflüssen innerhalb der direkten Produktionsbereiche sowie zu den indirekten Bereichen.

Ausgehend von der Vor-Ort-Analyse wird der erforderliche Funktionsbedarf abgeleitet und ein angepasstes Benutzerinterface für das DIA-System konzipiert. Weiterhin wird ein Datenmodell entwickelt, das die Integration der ermittelten, relevanten Informationen für die Produktionsmitarbeiter in die Software ermöglicht.

Der prototypischen Umsetzung von Funktionen, Benutzerinterface und Datenmodell in einem Demonstrator folgt eine Evaluation des Konzeptes. Dafür werden sowohl einzelne Funktionen unter Laborbedingungen überprüft als auch Nutzungsstudien in der realen Einsatzumgebung bei den Projektpartnern durchgeführt.